Dieselgate, Ministerpräsident Weil und Zuwachs bei mut

Pressemitteilung vom 07. August 2017

Dieselgate, Ministerpräsident Weil und anderes zeigt: Es ist Zeit zu handeln! Gleichzeitig freut sich mut über Zuwachs – Jan Erdmann, Mitglied im Bezirksausschuss Sendling in München, tritt jetzt auch für Ziele von mut ein.

Dieselgate, die Vorkommnisse rund um die Regierungserklärung von Ministerpräsident Weil zeigen es braucht eine Rund-Um-Erneuerung in der Politik. Es ist Zeit zu handeln.

Der Vorsitzende von mut, Stephan Lessenich dazu: “In diesen Tagen wird immer deutlicher: So geht es nicht weiter. Die Verflochtenheit zwischen Politik und Wirtschaft ist viel zu weit fortgeschritten – und niemand ist bereit, den Leuten reinen Wein einzuschenken. Ihnen zum Beispiel zu sagen, dass der Individualverkehr keine Zukunft hat.”

Seine Co-Vorsitzende Claudia Stamm, Mitglied des bayerischen Landtags meint dazu: “Statt Dieselgate zu nutzen, um endlich strukturell etwas zu verändern, nämlich mehr auf öffentlichen Nahverkehr zu setzen, sucht man jetzt in einem anderen Antrieb das Heil. Das ist grundfalsch – nicht nur der Umwelt wegen, sondern auch weil es undemokratisch ist, hängt es doch finanziell Benachteiligte immer mehr ab.”

Dass immer mehr Menschen erkennen, es muss sich was ändern, freut unsere Partei mut deswegen um so mehr, so kommt mit Jan Erdmann ein neuer, kompetenter Mitstreiter bei mut dazu.

Jan Erdmann gab am 7.8.17 dem Bezirksausschuss München Sendling seinen Austritt bei den GRÜNEN bekannt, er ist nunmehr Mitglied bei mut:

“Ich habe mir diesen Schritt wirklich nicht leicht gemacht. Seit den 80er Jahren, als die damals noch „Alternative Grüne Liste“ aus der Umwelt-, Menschenrechts- und Friedensbewegung hervorging, habe ich mich politisch bei den Grünen engagiert. Ja, es gab auch schon in der Vergangenheit Situationen, die mich als Vertreter des eher linksalternativen Flügels der Partei an meine Grenzen gebracht hatten. Aber ich fand immer noch viele Übereinstimmungen und MitstreiterInnen, um meine Vorstellungen von einer Politik für Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit umzusetzen. Dies sehe ich nun nicht mehr. Mit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ von 2015 und der Verschärfung des Asylrechts – auch mit Unterstützung der Grünen im Länderrat durchgesetzt – ist ein Riss entstanden, den ich einfach nicht mehr ignorieren konnte. Mehr und mehr hatte ich das Gefühl, dass wir nur noch Politik betreiben, um regierungsfähig zu werden bzw. zu bleiben. Die Stimmen, die für soziale und umweltgerechte Lebensbedingungen kämpfen, sind nicht mehr deutlich genug zu hören und werden dem Ziel der Regierungsbeteiligung untergeordnet. Das ist nicht mehr mutige Politik. Der Wahlspruch „Global denken und lokal handeln“ hat für mich immer noch eine sehr große Bedeutung. Ich will meine Ideale für eine soziale, menschenrechts- und umweltorientierte Politik weiter vertreten. Dazu sehe ich bei den Grünen leider keine Chance.“

Jan Erdmann ist seit 2014 Mitglied des Bezirksausschusses Sendling (BA6), dort hat er die Aufgaben des Beauftragten gegen Rechtsextremismus übernommen und immer wieder deutlich gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus Stellung bezogen. Des Weiteren
setzt er sich für den Erhalt der im Stadtteil gelegenen Naturschutzgebiete ein und positioniert sich immer deutlich gegen die Gentrifizierung des Stadtteils. Als Gesundheits- und Krankenpfleger findet Jan Erdmann auch immer wieder große Unterstützung in der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen des BA 6. Als Mitglied des Ortsverbandsvorstands der Grünen in Sendling – erst als Kassierer und dann als Sprecher bis März 2017, war es für Jan Erdmann immer wichtig politische Inhalte nach außen zu bringen. Dies konnte er zusammen mit seinen VorstandskollegInnen, bis zu seinem freiwilligen Ausscheiden, erfolgreich umsetzen.


 

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