Grund zur Freude in Freising: Freisinger setzen sich zusammen mit der Partei mut für Ausbildungsgenehmigungen ein

In Freising beginnen jetzt einige junge Menschen afghanischer Herkunft ihre Ausbildung. Das Engagement und der Einsatz von Aktiven aus Helferkreisen, wie Theresa Schmidt, Kathi Capric sowie von Steffi Eilers von mut hat sich gelohnt. Sie forderten mit einer Unterschriftenaktion die Umsetzung der 3+2 Regelung anhand des konkreten Falls des Konditorauszubildenden Aziz A. Innerhalb von 2 Stunden sammelten sie fast 50 Unterschriften von Freisinger Bürgerinnen und Bürgern.

Der seit gut einem Jahr als Konditorhelfer bei der Chocolaterie Muschler arbeitende Aziz A. darf nun endlich seine Ausbildung antreten. Bislang wurde ihm – wie vielen anderen Menschen aus Afghanistan – die Arbeitserlaubnis verweigert.  Aziz A. hatte seine Identität nachweisen können, Sprachkurse und Schulbesuch absolviert. Sein Asylverfahren ist noch anhängig und unentschieden. Ebenso kann jetzt ein Abiturient mit afghanischen Wurzeln mit sehr guten schulischen Leistungen Speditionskaufmann werden. Über die Kehrtwende im Landratsamt berichteten nach einer Pressemitteilung von mut die Süddeutsche Zeitung, und der Merkur.


Endlich Ausbildungen genehmigen und 3+2-Regelung einhalten!

Das muss auch für die vielen anderen jungen und arbeitssuchenden Menschen aus Afghanistan Früchte tragen. Viele von ihnen hätten sogar einen Ausbildungsvertrag in der Tasche und warten bisher vergeblich auf eine Genehmigung. Eine Reise nach Kabul für den geforderten Identitätsnachweis ist für sie aber schlecht zumutbar, denn nicht umsonst sind sie geflüchtet und viele von ihnen haben keine Familienmitglieder, die ein beglaubigtes Dokument besorgen. Die motivierten Leute, die zu uns gekommen sind, werden gebraucht. Die unbesetzten Stellen im Handwerk und in der Pflege sprechen in Deutschland eine deutliche Sprache.

„Es muss endlich ein Ende haben, dass Bayern das Genehmigungsverfahren für Arbeit mißbraucht, um eine fremdenfeindliche Politik gegen die Interessen der Wirtschaft und der Bürger zu betreiben“, so Axel Schweiger, Mitglied des Vorstands und Themensprecher für Asyl und Zuflucht bei mut.

mut sammelt seit Wochen Fälle, in denen die sogenannte 3 plus 2–Regelung, die eigentlich bundesweit gilt, von Bayern in einem Sonderweg unterlaufen wird. So konnte die Landtagsabgeordnete Claudia Stamm einen Erfolg erzielen, nachdem sie Fälle aus ganz Bayern beim Innenstaatssekretär Eck vorgelegt hat.


 

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