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Newsletter 09. Juli 2019

Liebe alle,


“Eine freie, demokratische Gesellschaft muss es allen Menschen garantieren, jederzeit, an jedem Ort, ohne Angst und Anfeindung verschieden sein zu können.
Eine Politik der Diskriminierung und Ausgrenzung ist eine Gefahr für die Demokratie und schadet auch dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.”
(aus dem mut Landtagsprogramm 2018)

Wir sind schon mittendrin in der CSD Saison – viel hat sich in Sachen Gleichstellung getan, doch in so mancher Hinsicht sind keine Fortschritte, sondern sogar Rückschritte zu verzeichnen.
Die Angriffe auf queere Menschen haben zugenommen - kürzlichfand im Sub München eine Pressekonferenz statt, in der queere Geflüchtete über ihre Not berichteten, da sie leider auch hier verfolgt und diskriminiert werden. Dass sie auch bei uns bedroht werden und um ihr Leben fürchten müssen, ist nicht hinnehmbar!
(Die SZ berichtete in ihrer Ausgabe vom 05.07.2019 ausführlich über die Bedrohungen, denen die Geflüchteten ausgesetzt sind.)
PK_050719_Gefluechtete
(Bild der Pressekonferenz - Quelle Konrad Hirsch)

Dies ist ein Aspekt, der aufzeigt, dass auf diesem Gebiet dringend Handlungsbedarf geboten ist – wie unser Mitglied Konrad Hirsch auf unseren Beitrag auf Facebook schrieb: “Noch sind es „nur“ Drohungen. Was muss noch passieren, bis es in Bayern, wie z. B. in Berlin oder Dresden, geschützte Unterkünfte für vulnerable Gruppen gibt?”

Es braucht DRINGEND Queer-Beauftragte, die sich auch für queere Geflüchtete einsetzen und z. B. dafür Sorge tragen können, dass sie in eigenen Unterkünften vor Diskriminierung und Übergriffen geschützt werden.
Claudia Stamm hatte dies als Landtagsabgeordnete immer wieder gefordert und - vergeblich - beantragt: „Zur CSD-Saison ist es nach wie vor so, dass die CSU gern mitmarschiert - auch vorne dran; doch es gibt keine Einrichtung in Bayern (auf staatlicher Ebene), die Diskriminierung strukturell angeht...mantra-mäßig habe ich dies immer wieder im Landtag gefordert...allen voran einen Aktionsplan oder auch eine Person die sich darum kümmert, dass queere Geflüchtete in eigenen geschützten Unterkünften untergebracht werden. Es gäbe einiges zu tun, ich hoffe darauf, dass die Staatsregierung den Handlungsbedarf auch bald (an)erkennt. Es ist einfach eine Frage der Gerechtigkeit!“

Die CSDs sind eine gute Gelegenheit, wieder Flagge zu zeigen und Missstände zu benennen. Nach Augsburg, Würzburg und Regensburg steht für mut als nächstes der Münchner CSD im Kalender. Kommt gern an unserenCSD Stand!
Dank des 2019 neu gegründeten Vereins „Queer in Niederbayern“ wird es erstmals einen CSD in Landshut geben, bei Bedarf vermitteln wir gern den Kontakt zu unserem Mitglied Robert Forster, der dort auch engagiert ist.

In diesem Sinne:"Celebrate diversity! Fight for equality"– Feiert die Vielfalt, kämpft für Gleichheit. (Motto des diesjährigen CSD in München)
Viele kennen sie - viele lieben sie - die “Queermut” Aufkleber von uns. Was nicht alle wissen: wir finanzieren uns allein aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. mut erhält keinerlei staatliche Unterstützung. Sämtliche Materialien, so auch diese Aufkleber, tragen wir selbst.

Wir freuen uns (auch) über finanzielle Unterstützung!
Happy Pride! Auf die Vielfalt und eine weitere schöne CSD-Saison!

Ihr und Euer Team von mut