Mein Weg zu mut – Arno

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
„mut – ach, davon hab‘ ich noch nie was gehört“ oder „mut, davon habe ich erst nach der Landtagswahl gehört“ so oder so, das haben wir hundertfach gehört.
Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut]

Heute stellen wir Arno vor – Er ist erst kürzlich zum Vorsitzenden des neu gegründeten Bezirksverbandes von Oberfranken gewählt worden.

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Arno Pfaffenberger, 57

Warum bin ich bei mut? Zum einem ist mut in meinen Augen die einzige Partei, die soziales und Ökologie mit dem “Eine Welt denken” zusammen bringt und das umsetzen will, was als sozial-ökologische Transformation bezeichnet wird. Besonders die Gedanken von Stephan Lessenich hierzu haben mich überzeugt.

Zum anderen wegen der tollen, glaubwürdigen Menschen, die bei mut sind.

Ich bin Ende Januar 2018 eingetreten. Es gab einen ersten Stammtisch von mut in Bayreuth. Dort machte ich die Bekanntschaft von vier Mut-igen, die mich überzeugten, sowohl politisch als auch als Menschen. Ich bin froh, dass ich diese vier heute zu meinen Freund*innen zählen darf.

Meine mutige Vision? Eine herrschaftslose Gesellschaft der Freien und Gleichen mit lebenswürdigen Verhältnissen überall auf diesem Planeten.


 

Mein Weg zu mut – Anja

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
„mut – ach, davon hab‘ ich noch nie was gehört“ oder „mut, davon habe ich erst nach der Landtagswahl gehört“ so oder so, das haben wir hundertfach gehört.
Dabei sind gerade rund um die Wahl und nach der Wahl tolle Menschen bei uns in die Partei eingetreten. Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut]

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Anja Milosevic, 29 Jahre

Für mich ist es schon viele Jahre sehr wichtig endlich das bayerische Schulsystem zu verändern. Ich war zunächst zwei Jahre in der SPD. Dort habe ich versucht Bildung mehr Bedeutung zu geben, es aber nicht geschafft. Dann wurde ich auf die Partei mut aufmerksam. Nach dem ersten Stammtisch und der Teilnahme am Bildungsforum war mir klar, dass die Partei auch inhaltlich das gleiche Bildungsideal wie ich hat und dass es die Partei ist, in der ich mich engagieren möchte.

Ich bin freiberufliche Pädagogin und arbeite als Nachhilfelehrerin und Kinderpflegerin.

Der Grund für das Eintreten in die Partei waren meine Erfahrungen als Pädagogin. Leider werden Kinder in unserem Schulsystem stark über- bzw. unterfordert und leiden sehr darunter.

Es wird von Jahr zu Jahr drastischer. So wird auch mein Drängen das Bildungssystem zu verändern immer größer.

Ich engagierte mich:

  • in der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft,
  • den Vereinen „Eine Schule für Alle“
  • und der „Gemeinnützigen Gesellschaft für Gesamtschulen“.

Doch hatte sich sehr wenig politisch und gesellschaftlich in Bayern bewegt bzw. wurde noch restriktiver.

Deswegen versuche ich jetzt auch parteipolitisch den nötigen Fortschritt in der Bildung herbeizuführen.

In 20 Jahren sollte es ein Schulsystem geben, welches Kinder nur innerhalb des Klassenverbandes differenziert und so für eine Bildungsgerechtigkeit sorgt. Es gibt also nur eine Schule von der ersten bis zur letzten Klasse, welche je nach Schüler*in früher oder später abgeschlossen wird.

Alle Menschen, die mit Kindern arbeiten, vom Kinderarzt und der Kinderärztin über Erzieherinnen und Erzieher bis zu allen Lehrkräften, müssen eine intensive Ausbildung im pädagogischen Umgang mit Kindern absolvieren. Die Frühkindliche Bildung ist eng verzahnt mit der Schule. Der Unterricht richtet sich nach den Interessen der Kinder und hat das Hauptziel das individuelle Potential jedes Kindes zu fördern.

Der Unterricht findet nur selten frontal statt, sondern als Teamlernen oder selbstständiges Lernen. Jeder Mensch, der den Schulabschluss macht, ist ein mündiger, empathischer, engagierter und friedlicher Mensch.

In 20 Jahren haben hoffentlich viele Menschen wichtige wirtschaftliche und politische Posten übernommen, die das Wohl aller Menschen und der Umwelt vor wirtschaftlichen Profit setzen.

Meine berühmten mutigen Vorbilder sind Gregor Gysi, Adrian Rouzbeh und vor allem Shailene Woodley. Sie ist eine junge US-amerikanische Schauspielerin, die sich sehr authentisch für den Umweltschutz einsetzt und politisch in den USA versucht viel zu ändern.

Alle haben gemeinsam, dass sie unangenehme Wahrheiten aussprechen und einen unbequemen Lebensweg gehen, obwohl sie es viel leichter haben könnten.

Die größten Vorbilder für mich sind aber meine Brüder, beide 15 Jahre alt. Wie viele Jugendliche mit denen ich arbeite, sind sie sehr rücksichtsvoll, empathisch und haben einen großen Drang sich in der Gesellschaft zu engagieren, um für mehr Gerechtigkeit zu kämpfen. Sie lassen sich auch nicht von Misserfolgen demotivieren. Sie machen mit viel Optimismus weiter, sodass ich auch nicht anders kann, als ebenfalls alles zu tun, um gesellschaftlich noch mehr zu bewegen.

Ohne das Engagement und die vorbildliche Haltung der heutigen Jugend, hätte ich nicht die Motivation mich weiterhin politisch zu engagieren.

Deswegen bin ich sehr dankbar dafür, dass ich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten darf.


 

Mein Weg zu mut – Andy

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
„mut – ach, davon hab‘ ich noch nie was gehört“ oder „mut, davon habe ich erst nach der Landtagswahl gehört“ so oder so, das haben wir hundertfach gehört.
Dabei sind gerade rund um die Wahl und nach der Wahl tolle Menschen bei uns in die Partei eingetreten. Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut]

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Andy Krämer, 49

Meine Geschichte und Visionen (und ich muss nicht zum Arzt gehen) zu mut. Mein Name ist Krämer Andy und bin (noch und ab jetzt immer 49) Jahre alt. Der Weg zu mut führte mich über die SPD und den Grünen zu mut. Bei den beiden anderen Parteien fühlte ich mich eher als Stimmvieh, denn als Mitglied. Als ich bei den Grünen ausstieg (ich war bis dato nie parteipolitisch aktiv) bin ich auf einen Artikel über Claudia Stamm und der neuen Partei mut gestoßen.

Es war auch die Zeit wo der rechtslastige Teil der Bevölkerung immer lauter wurde, wo der Klimawandel immer deutlich wurde und ich mir jeden Tag überlegte, wie ich meiner zehnjährigen Tochter erklären soll, dass wir die Welt langsam aber sicher vor die Hunde gehen lassen.

Und im Parteiprogramm von mut fand ich klare Aussagen zu diesen Problemen. Auch hatte und habe ich das Gefühl, dort noch etwas bewirken zu können.

Mit mut möchte ich eine klare soziale, ökologische und zukunftsfähige Politik machen.
Klar Kante zeigen, und dabei aber respektvoll und freundlich bleiben. Weg von der „Gier“ nach immer mehr auf Kosten anderer und anderem. Weg von dem Denken, das Menschen in verschiedene „Kategorien“ zu teilen sind.

Ich arbeite als Wartungstechniker. Aufgewachsen bin ich in einem Heim in München. Nach dem Heim bin ich „abgestürzt“ und war einige Zeit drogenabhängig, hab auch mal auf der Straße gewohnt. Therapien haben mir geholfen clean zu werden und dies bin ich jetzt seit vielen Jahren.
Ich bin mit meiner zweiten Frau seit langem glücklich zusammen, wir leben mit unserer Familie in einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Augsburg.
Vorbilder? Habe ich nicht wirklich. Ich kenne und kannte Menschen, die mich geprägt haben.
Dazu gehörte meine Pflegemutter und meine erste große Liebe.
Aber auch Michael Jackson, Ludwig Hirsch, Pink Floyd (The Wall) und, und, und haben mich durch ihre Songs geprägt. Für mich ist Musik ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens, mach aber selbst keine Musik.

Das mutigste, was ich je in meinem Leben getan habe? Trotz aller Widrigkeiten zwei Mädels das Leben zu schenken.


 

Mein Weg zu mut – Andrea

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
„mut – ach, davon hab‘ ich noch nie was gehört“ oder „mut, davon habe ich erst nach der Landtagswahl gehört“ so oder so, das haben wir hundertfach gehört.
Dabei sind gerade rund um die Wahl und nach der Wahl tolle Menschen bei uns in die Partei eingetreten. Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut]

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Andrea Bullmer, 68

StDin.a.D. Fächer Mathematik und Physik.
Geschlecht ist nicht bipolar (männlich-weiblich), sondern ein Spektrum.

Dass ich transsexuell, also mit unpassenden Genitalien, geboren wurde, veränderte mein Leben entscheidend. Seit der Nachkriegszeit stehen Menschen wie ich, wenn sie ihre Anlage nicht gut verstecken, im Abseits.  

Vielleicht lebte ich deshalb weniger unbeschwert, beobachtete die Umgebung genauer und dachte intensiver über vieles nach. – Auch durch den Unterricht am Gymnasium, durch die 12 Jahre Unterricht in der Psychiatrie wurden für mich Menschenwürde und Menschenrechte zentral.  

Sensibel reagiere ich, wenn Menschen, aus welchen Gründen auch immer, ausgegrenzt werden. Für „Randgruppen“ hat unsere Gesellschaft aber leider wenig Verständnis.

Mit Geschichte und Politik beschäftigte ich mich stets intensiv. Bei politischen Parteien geht es oft um Slogans, um Macht und selten um Menschen. Im Gegensatz dazu sind für mich der einzelne Mensch und seine Bedürfnisse zentral. Im Berufsleben war ich in einigen Organisationen aktiv. Im Bayerischen Philologenverband bin ich seit 1980 Mitglied und war Jahrzehnte aktiv. Da sich meine Werte mit denen politischer Parteien nur teilweise deckten, blieb ich aber Wechselwählerin und trat nie in einer Partei ein.  

Im August 2017, kurz nach der Gründung von mut, sah ich beim CSD in Nürnberg Ralph Hofmann, den ich seit Jahren kannte und schätzte. Er saß am mut-Stand, dort redete ich mit Werner Gaßner, traf Claudia Stamm und nahm den Queer Flyer mit. (Mein Herzenswunsch wäre, zu erleben, dass auch wir, Menschen mit Transsexualität und Intersexualität, für alle normal, wie alle anderen, sind.) Zu Hause entdeckte ich die Unterschriften einiger, auf dem Flyer abgebildeten, Personen auf der „Stuttgarter Erklärung“. Da informierte ich mich genauer, war begeistert und trat sofort bei.

Menschenwürde, Menschenrechte für jeden(!) Menschen, das war ja immer mein Ziel. -> So wurde ich Mitglied Nummer 50.

Die folgenden mut-Aktivitäten, besonders im Jahr 2018, bereicherten mein Leben. Um Ziele zu erreichen, ist gerade bei „Randgruppen“, Sichtbarkeit unverzichtbar, das weiß ich.

So ging ich zu Demonstrationen, war an Info-Ständen, sammelte Unterschriften… – Dass ich in Nürnberg Ost, ausgerechnet dem Stimmkreis von MP Dr. Söder, Direktkandidatin für mut war, freute mich sehr.  Neben vieler wichtiger Ziele (vg. Parteiprogramm) die ich alle unterstütze, konnte ich durch mein öffentliches Auftreten auch zur Anerkennung von Menschen mit Transsexualität beitragen. – Dass ich mit sämtlichen Zielen von mut einverstanden bin und mich beim 1. Parteitag sogar einbringen konnte, freut mich. — 2018 wurde so,  auch für mich persönlich, ein schönes und erfolgreiches Jahr. 


Mein Slogan beim CSD „Jeder Mensch ist anders! Die Vielfalt ist unsere Stärke!“ 

Bei Twitter schrieb ich -> Menschenwürde gilt für alle Menschen! – Menschenrechte auch bei Intersexualität, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit psychischen Erkrankungen!

Wenn wir Schritte in diese Richtung gehen könnten, wenn irgendwann Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht usw. keine Rolle spielen und die Menschenrechte für alle Menschen verwirklicht würden, wäre ich sehr glücklich. –> #StandUp4HumanRights  – #MeQueer – #wirsindmehr – #niewieder 

Menschen sind verschieden, aber  „Jeder Mensch ist wertvoll!“

 

Mein Weg zu mut – Julia

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
„mut – ach, davon hab‘ ich noch nie was gehört“ oder „mut, davon habe ich erst nach der Landtagswahl gehört“ so oder so, das haben wir hundertfach gehört.
Dabei sind gerade rund um die Wahl und nach der Wahl tolle Menschen bei uns in die Partei eingetreten. Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut]

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Julia Föhrkolb, 33

Schon schon länger wollte ich in eine Partei eintreten, weil ich es doof finde, dass viele jammern und sich beschweren, aber niemand engagiert sich oder tut was. Ich hatte länger mit der SPD geliebäugelt, konnte mich aber nie dazu durchringen.

Mit dem Programm von mut konnte ich mich gut identifizieren, da ich die Themen Fremdenfeindlichkeit, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz sehr wichtig finde.

Ich denke ich bin selbst sehr tolerant, offen und blicke gern nach vorn statt zurück und das konnte ich auch in mut wieder erkennen.

Ich bin beigetreten, nach der Landtagswahl, ich fand die Partei aber vorher schon gut, aber ich dachte dann: jetzt erst Recht.
Wichtig finde ich es auch mich gegen Fremdenfeindlichkeit zu positionieren.

Für die Partei würde ich mir wünschen, dass sie an Bedeutung gewinnt und es sie bundesweit gibt. Für die Welt in 20 Jahren würde ich mir vor allem wünschen, dass sie friedlich, offen und tolerant ist. Und dass man in den Fortschritt auch immer den Umweltschutz mit einbezieht.

Mich macht mutig, dass ich auch mal gegen den Strom schwimmen kann. Ich tue nicht das was alle machen… und …dass ich meinen gut bezahlten Bürojob aufgegeben habe und mit 31 aus meiner Heimat weggezogen bin und nochmal eine Ausbildung angefangen habe.

Meine Mutter ist ein mutiges Vorbild für mich, sie war allein erziehend, hat sich trotz Rückschlägen nie unterkriegen lassen.

Grundsätzlich finde ich jeden mutig, der sich seine eigenen Gedanken macht und nicht immer mit der Masse mitgeht.

Momentan mache ich eine Ausbildung zur Kosmetikerin und Visagistin, habe aber schon eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation gemacht und bin Wirtschaftsfachwirtin.

Ich mag keine Engstirnigkeit und verabscheue die Aussage…“ weil das schon immer so war“. Ich lese gerne, male, liebe das Meer, bin gerne in der Natur und mache ein bisschen Yoga.


 

 

Mein Weg zu mut – Susanna

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
„mut – ach, davon hab‘ ich noch nie was gehört“ oder „mut, davon habe ich erst nach der Landtagswahl gehört“ so oder so, das haben wir hundertfach gehört.
Dabei sind gerade rund um die Wahl und nach der Wahl tolle Menschen bei uns in die Partei eingetreten. Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut]

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Susanna, 28

Die Gesellschaft prägt die Menschen in ihr. Sie wird auch meine zukünftigen Kinder prägen. Viele Tendenzen machen mir momentan Sorgen. Und diese bündeln sich in dem Gedanken: Wie soll ich das mal meinen Kindern erklären?

Die diesjährige Landtagswahl in Bayern war für mich wesentlich emotionaler als alle Wahlen, die ich vorher erlebt hatte. Es war das Gefühl, die Ungerechtigkeit und den Hass gegenüber sämtlicher Minderheiten, welcher von vielen meiner Mitmenschen und von Vielen in der politischen Öffentlichkeit Bayerns ausgeht, nicht mehr ertragen zu können. Und ich hatte das Gefühl: Wir als Gesellschaft waren doch schon mal weiter!? Wieso gehen wir plötzlich wieder rückwärts? Es gilt wieder in Richtung Zukunft zu gehen. Wenn wir es nicht tun, wer dann?

Populismus, die zunehmend verrohte Sprache, pauschale Gewaltandrohungen und der Generalverdacht gegenüber allem Unbekannten – das sind keine Grundsätze einer Gesellschaft in der ich leben möchte.

Das weckte in mir die Motivation, nach etwas zu suchen, wo ich mich mit meinen Moralvorstellungen als Mensch unter Gleichgesinnten finde.
Ich wollte mich in einem „Wir“ wieder finden, um neue Kraft zu schöpfen. In Marktredwitz traf ich Michaela, die Direktkandidatin für unseren Stimmkreis. Ihr uneingeschränkter Einsatz gab mir den Ruck, selbst zu mut zu kommen.

Mein idealisiertes Bild der Zukunft: Eine Politik, die logisch handelt. Die nicht verklausuliert ist und an unzähligen sich widersprechenden Regulation scheitert. Schlaue Ideen sollten sich durchsetzen können und das zeitnah.
Politik und Demokratie können nicht zum Ziel haben nur der lauten Mehrheit der Bevölkerung nach dem Mund zu reden. Ich möchte eine Politik in der alle Interessenvertreter miteinander streiten. Und in der die Kompromisse nicht nach Wählerstimmen, Parteizugehörigkeit und Finanzierungen gemacht werden, sondern nur nach den Interessen der Bevölkerung. Ich möchte eine Politik, in der versucht wird, es allen Bürgern recht zu machen.
Nicht in der es versprochen wird, sondern in der es versucht wird!
Dabei darf und muss man auch scheitern.

Aber nur der Diskurs, das Abwägen und die Bereitschaft eines Jeden Kompromisse zu machen, kann unsere Gesellschaft weiter bringen.

In der Gesellschaft, die ich mir wünsche, herrscht mehr soziale Gerechtigkeit. Da wird mehr Geld für Bildung ausgegeben, als für Rüstung.

Menschen, die Hilfe brauchen, werden unterstützt und nicht als Verlierer verurteilt. Hagen Rether hat sehr treffend gesagt: „Wir nennen sie ‚sozial schwach‘. Aber das ist sowas von falsch. Sie sind ökonomisch schwach.“ Das finde ich essentiell! Unsere Sprache, unsere Rhetorik macht so viel aus. Auf solche Feinheiten müssen wir mehr achten und uns korrigieren. Speziell liegen mir die Diskussion über das bedingungslose Grundeinkommen, die Wertschätzung aller Lebensentwürfe, die niemandem Schaden zufügen, und eine reflektierten Umgang mit unserer Umwelt und den Ressourcen am Herzen

2015 wurde ich in einem Unterstützerkreis aktiv. Wir veranstalteten eigenverantwortlich Deutschkurse für Asylbewerber. Damals war alles von behördlicher Seite noch sehr unorganisiert und so nahmen wir es selbst in die Hand. Über ein halbes Jahr übernahm ich wöchentlich einen Kurs, fast ausschließlich für Männer.
Ich hatte erst Vorbehalte, da ich vorher nie jemanden aus Afghanistan, Syrien oder Somalia kennen gelernt hatte.

Diese Vorbehalte links liegen zu lassen war der erste Schritt. Und im Prinzip auch der letzte.

Denn dann lief alles wie von selbst. Und wenn mich jemand fragte, ob ich denn keine Angst hatte als Frau allein unter so vielen ausländischen Männer zu sein, war die Antwort klar: Nein. Denn ich war Lehrerin und sie Schüler, wir alle nur Menschen. Und weiter nichts.

Gute Kommunikation ist mir als leidenschaftliche Grafikdesignerin quasi eine Herzensangelegenheit. Aus einem kleinen Dorf im Erzgebirge (Sachsen) stammend, weiß ich aber nur zu gut, welche abstoßenden Diskussionen über eine „ordentliche Gesellschaft“ man dieser Tage viel zu oft führen muss.

Ich lebe jetzt schon viele Jahre in  Oberfranken
Rhetorisch kam ich vom Regen in die Traufe.
Die allerorts verbreiteten Hetzer sind laut und bald könnte man das Gefühl haben, sie seien in der Mehrzahl.

Durch mut weiß ich jetzt, auch in der „vergessenen Provinz“ kann ich Gleichgesinnte finden. Sie waren nur bisher nicht so laut. Doch gemeinsam können wir es werden, denn #Wirsindmehr!

 

 

Mein Weg zu mut – Frank

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
„mut – ach, davon hab‘ ich noch nie was gehört“ oder „mut, davon habe ich erst nach der Landtagswahl gehört“ so oder so, das haben wir hundertfach gehört.
Dabei sind gerade rund um die Wahl und nach der Wahl tolle Menschen bei uns in die Partei eingetreten. Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut]

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:
Heute Frank Krieg aus der Oberpfalz:

Frank Krieg, 54

Man wird einfach älter und weiser und interessiert sich mehr und mehr für die Hintergründe, warum manche Dinge obwohl sie total verkehrt laufen auch über längere Zeit nicht geändert werden. So entschied ich mich, Politik und die Politiker mal genauer zu beobachten. Aber nach langer Recherche, musste ich für mich feststellen, dass die Gründe für diese Probleme nicht nur in der Regierung liegen. Keine Partei schien eine Lösung parat zu haben.

Einige davon machten genau das Gegenteil andere wiederum versprachen Sachen die sie nicht einhalten konnten, wieder andere wollten die Probleme zwar beseitigen verursachten aber neue dafür.

Eines Tages hörte ich Claudia Stamm im Fernsehen und ich dachte “diese Frau spricht mir aus der Seele!”  Ich wusste, dass die Partei mut sehr klein ist und sehr neu aber das bleibt ja nicht so. Bevor ich eine Partei unterstütze die in den meisten Dingen nicht meiner Meinung ist, unterstütze ich lieber eine Partei die meine Ansichten teilt und unterstütze sie so gut ich kann.

Endgültig habe ich mich entschlossen der Partei beizutreten, als ich mitbekommen habe, dass eine ganz liebe und super integrierte Familie aus der Ukraine obwohl sie sich nichts zu Schulden gekommen lassen haben und nie vom deutschen Staat Geld genommen haben abgeschoben werden sollten. Dagegen musste ich einfach etwas unternehmen und zwar aktiv.

Durch einen Unfall beziehe ich selbst H4, wie so viele aus diesen und anderen Gründen. mut hat auch dafür gute Lösungsvorschläge und deshalb, aber nicht nur, habe ich mich für einen Beitritt entschlossen.

In 20 Jahren will ich  Bundeskanzlerin werden! 😉 Aber falls ich in 20 Jahren noch lebe, wäre es schön, wenn die Welt ein wenig grüner wäre, die Menschen nicht mehr so viel Unterschiede machen würden zwischen den Geschlechtern, der Hautfarbe oder der Herkunft.

Weiterhin wäre es natürlich toll wenn die Reichen so viel Geld an die Armen geben würden, dass Niemand mehr Hunger leiden muss. Dass genug Geld da ist wissen wir ja schon, es ist nur eine Frage der Aufteilung.

Wir müssen aufhören arme Länder noch ärmer zu machen indem wir aufhören sie ausbeuten.  Damit wären auch Fluchtursachen beseitigt.

Auch wäre es schön wenn in 20 Jahren Frieden herrschen würde. Die Klimakrise, die Natur, der Mensch ist wohl das letzte Thema…

Ich denke, es gibt nur eine Lösung des Problems und zwar um unsere Kinder und Enkelkinder Willen, sofort damit aufzuhören weiter unserem Planeten mit Ausbeutung, Abgasen, Abfällen, Plastik und so weiter zu zerstören.

Es gibt genügend Alternativen, aber auch hier liegt das Problem, dass man einzig aus finanziellen Gründen notwendige Änderungen um unser Klima und unseren Planeten zu erhalten, immer weiter hinauszögert.

Seit ich bei mut bin, und das auch in den sozialen Medien veröffentlicht hab, habe ich gemerkt dass immer mehr Leute sich auch für diese Partei interessieren, und auch meine Meinung für richtig halten und unterstützen. Und das macht mutig.

Schön zu sehen, dass alle, beziehungsweise fast alle, Schauspieler, Musiker, und andere Künstler ebenfalls die gleichen beziehungsweise ähnliche Einstellungen haben. Fast alle Künstler sind Menschenfreunde, so wie ich.

Von klein auf war ich schon immer ein Mensch der Gerechtigkeit liebte und Unterdrückung hasste. D.h. ich war eigentlich schon immer mutig, wenn es notwendig war beziehungsweise wenn ich sah, dass mich jemand brauchte weil er in Not ist. Da habe ich nie vorher überlegt, sondern zuerst gehandelt und später überlegt ha ha! Und oft hab ich mir später gedacht das war ganz schön verrückt was du da gemacht hast aber gut es musste halt sein.

Mutige Vorbilder? Ja viele, ich liebe Helden, aber wer tut das nicht. Allerdings mein Lieblings Held war immer schon Robin Hood, weil er das Geld der Reichen nahm und es den Armen gab.

Ich bin Künstler mit vielen Talenten. Entschieden habe ich mich aber für die Schauspielerei und die Musik. Darüber hinaus bin ich ein guter Heimwerker, ein fast guter Hausmann, male und bastle gerne, nähen und kochen ist ein Hobby von mir.  


 

Mein Weg zu mut – Anna

Die Menschen hinter mut:

Anna,71
Ich bin bei mut, weil sich das sich das Programm weitgehend mit meinen Vorstellungen deckt. Bei der Landtagswahl konnte ich mich für keine Partei entscheiden und hab nach Alternativen gesucht, so bin ich auf mut gestoßen.

Ich wünsche mir eine menschenwürdige Behandlung aller Menschen. Nach dem Inferno des 2. Weltkriegs haben mutige Frauen und Männer das Grundgesetz geschaffen und darin stehen die Richtlinien für den Umgang mit den Menschen und diese Werte sollen vermehrt in die Politik einfließen.

Ich wünsche mir: Kein Land Grabbing und keine menschenfeindliche Ressourcen Aneignung, keine Ausbeutung von Arbeitskräften und darüber hinaus kein Ausschalten oder Einschränken des Mitspracherechts der nationalen Regierungen und Gerichte bei den Freihandelsabkommen.

Die Arbeitswelt muss verändert werden: hin zu weniger Arbeitszeit  –  und mehr Lebenszeit. Die immer wiederkehrende Drohung der Wirtschaft mit dem Abbau von Arbeitsplätzen darf kein Kriterium mehr für Regierungspolitik sein.

Ich bin Pensionärin, Mutter, Großmutter und weiterhin ehrenamtlich tätig.


Während des Wahlkampfes konnten Sie/Ihr schon einige Mitglieder von mut kennen lernen, auch die Themensprecher*innen oder die Vorstände von mut sind manchen von Euch schon vertraut.
Wir möchten Ihnen und Euch weitere Mitglieder vorstellen.
Einige sind erst nach der Landtagswahl eingetreten, manche begleiten mut schon länger.
Wir haben sie gefragt, warum sie eingetreten sind, was sie bewegt, was sie für Vorbilder haben, wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.
Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut


 

Mein Weg zu mut – Arianna

Während des Wahlkampfes konnten Sie/Ihr schon einige Mitglieder von mut kennen lernen, auch die Themensprecher*innen oder die Vorstände von mut sind manchen von Euch schon vertraut.
Wir möchten Euch weitere Mitglieder vorstellen.
Einige sind erst nach der Landtagswahl eingetreten, manche begleiten mut schon länger.
Wir haben sie gefragt, warum sie eingetreten sind, was sie bewegt, was sie für Vorbilder haben, wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.
Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Arianna Vogel, 24

Ich bin mut-ig geworden, weil ich der Meinung bin, dass sich unbedingt etwas verändern muss. In einer Gemeinschaft kann man immer mehr erreichen, als alleine und da ich mit der gegenwärtigen Politik unzufrieden bin, war für mich klar, dass ich mich einer politischen Partei anschließe.

Ausschlaggebend für mich war der zunehmend harte Umgang mit Geflüchteten und der damit einhergehende Anstieg des rechten Denkens. Ich möchte kein „4.Reich“ erleben müssen. Deutschland hat sich 1973 den Vereinten Nationen angeschlossen und sich damit bereit erklärt, die Menschenrechte anzuerkennen. Diese werden den Schutzsuchenden derzeit abgesprochen.

Hätte ich Einfluss auf die Politik, würde ich die Fluchtursachen bekämpfen und nicht die Menschen. Die Industriestaaten schaffen die Fluchtursachen – nicht die dort Lebenden.
Ich würde auch mehr Geld und verfügbare Mittel in den Bereich „Kinder und Jugendliche“ investieren. Die Kleinsten sind so wichtig und werden gleichzeitig so vernachlässigt. Aktuell ist Kinder haben/bekommen eine Last, sie sollen aber wieder als Bereicherung empfunden werden.

Mich macht mut-ig, dass ich daran glaube, dass Vernunft und Gerechtigkeit über Angst und den Hunger nach „immer mehr“ siegen werden.

Ich habe immer versucht, die Dinge zu tun, die ich für richtig halte, auch wenn ich komisch angeschaut wurde. Mit 11 war ich sieben Jahre lang Vegetarierin, weil ich nicht dafür verantwortlich sein wollte, dass Tiere sterben. Damals war man noch „verrückt“, heute bin ich Veganerin und nur noch ein bisschen verrückt 😉
Ich glaube, Mut zeigt sich nicht unbedingt in einer großen Tat, sondern in vielen kleinen.

Mich beeindrucken alle Menschen, die immer und immer wieder gegen Rassismus aufstehen und sich engagieren. Müsste ich mich auf eine Person festlegen, wäre mein Vorbild Nelson Mandela.

Ich bin Studentin der sozialen Arbeit, in meiner Freizeit mache ich gerne Sport, oder treffe mich mit Freunden. Neben dem Studium arbeite ich als Hausaufgabenbetreuerin.
Seit Juli 2018 bin ich Mitglied in mut und vor kurzem auch Amnesty International beigetreten.

Mir geht es gut, ich habe alles was ich brauche.
Ich wünsche mir das für jeden einzelnen Mensch

[Text auf dem Schild von Arianna: Was ist der unterschied zwischen der Islamisierung des Abendlandes und Klimawandel?  Den Klimawandel gibt es wirklich.]


 

Mein Weg zu mut – Gundula

Während des Wahlkampfes konnten Sie/Ihr schon einige Mitglieder von mut kennen lernen, auch die Themensprecher*innen oder die Vorstände von mut sind manchen von Euch schon vertraut.
Wir möchten Euch weitere Mitglieder vorstellen.
Einige sind erst nach der Landtagswahl eingetreten, manche begleiten mut schon länger.
Wir haben sie gefragt, warum sie eingetreten sind, was sie bewegt, was sie für Vorbilder haben, wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.
Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Gundula, 68
Zu mut kam ich wie die Jungfrau zum Kind. Mein Sohn berichtete mir davon, so wurde ich neugierig. Bislang war ich bei der SPD, wurde aber speziell in der Flüchtlingsfrage enttäuscht.
Ich kann zwar viele Positionen der Grünen gut heißen, doch mut schien mir die positiven Aspekte zu bündeln.
Professor Lessenich habe ich beim 1. Bayerischen Asyltreffen reden gehört und war hin und weg. Claudia Stamm hab ich vor Jahren bei einer Asyldiskussion erlebt.

Seit 2011 engagiere ich mich für Geflüchtete. Ich habe eine 1zu1 Patenschaft übernommen und begleite einen Afghanen von der Ankunft in Deutschland bis zum Abschluss der Ausbildung.
Ich hab das Bamf Zertifikat DaF erworben und geb nun A1 Erstorientierungskurse .
Im örtlichen Studienkreis unterrichte ich vorrangig Schüler aus Syrien oder Afghanistan.

Mutig bin ich immer, wenn ich einen meiner Hardcore Leserbriefe losschicke. Das erzeugt manchmal üble Reaktionen seitens rechtsaußen, aber auch manchmal begeisterte Zustimmung. Auch sonst reiße ich meine Klappe auf, wo nötig.

Meine Interessen sind bergsteigen, bergsteigen und bergsteigen, ähh und Musik machen, Gitarre, Akkordeon und Schlagzeug.
Ich lese wie ein Staubsauger und höre ständig Radio.

In 20 Jahren wünsche ich mir ein Welt mit wesentlich durchlässigeren Grenzen und wesentlich weniger Autos.
Ich selbst hatte in den letzten 20 Jahren nur 2 Jahre einen PKW. Ich erledige alles per Rad und ÖPNV.
Dazu bin ich eine radikale Stromsparerin. Mit 660 kw pro JAHR komme ich durch, habe alle Stromfresser verkauft bzw nicht mehr neu angeschafft. Gehe zu repair Cafes usw usf.


 

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