Mein Weg zu mut – Regina

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut] Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen, wer ihre Vorbilder sind oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Heute stellen wir Euch Regina Schmitz vor, sie war Kandidatin zur Landtagswahl 2018 auf Platz 2 für den Bezirk Schwaben.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Regina Schmitz, 54

Ich habe mich noch nie politisch engagiert, naja gut, ich war auf vielen CSDs in München, aber ich war noch nie in einer Partei.
Mir ist so vor 2 Jahren der innerliche Kragen geplatzt wie ich gesehen habe wie unsere Politiker*innen mit den Menschen umgehen die aus Ihrer Heimat flüchten mussten!
Und dann dieser Rechtsruck. Ich habe früher immer gedacht, wie ich mich wohl in den Jahren 1939 bis 1945 verhalten hätte. Ich bin mir sicher ich wäre keine Widerstandskämpferin gewesen.

Aber heute ist die Situation komplett anders. Ich muss nicht um mein Leben fürchten. Und ich will etwas gegen diesen Rechtsruck unternehmen!

Ich habe mut über Claudia Stamm in Facebook kennengelernt. Dann bin ich im Herbst 2017 mal zu einem Stammtisch und war sehr beeindruckt von den engagierten Menschen dort.

Schon gleich beim 2ten Besuch habe ich das Mitgliedsformular unterschrieben 🙂 und schwupps wenige Monate später war ich auf der Liste zur Landtagswahl.

Das war eine sehr anstrengende aber tolle Zeit. Ja ich war enttäuscht, dass wir nicht genügend Menschen erreichen konnten. Mein Idealismus hätte für viele Menschen mehr gereicht ;-).
Aber, Kopf in den Sand stecken gibt es nicht. Es stehen die Kommunalwahlen an, und da können wir uns weiterhin bekannt machen. Und zu den nächsten Landtagswahlen holen wir die 5% 🙂

Vorher wollen wir aber noch ordentlich wachsen, daher lade ich Dich herzlich ein, wo immer Du wohnst, komm doch mal zu einem Stammtisch vorbei. Du wirst sehen, da sind engagierte, politische Menschen die Politik mal anders machen wollen. Und das ist, was wir dringend benötigen.


 

Mein Weg zu mut – Eva

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut]

Heute stellen wir Euch Eva vor.

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen, wer ihre Vorbilder sind oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Eva Apfl, 25

Ich habe mich entschieden mut-ig zu sein, da ich die verstärkte politische Veränderung nach rechts als sehr bedrohlich empfand und empfinde. Für mich war Mut ein Zeichen für Solidarität, Stärke und Humanität.

Ich war nie wirklich in einer Partei aktiv. Ehrlich gesagt habe ich mich erst mit dem 20. Lebensjahr für Politik interessiert. Mir wurde immer mehr klar, dass meine Beteiligung an Wahlen eine der besten Möglichkeiten ist sich bei uns aktiv in der Demokratie einzubringen. Als ich zum ersten Mal von mut gehört habe, war ich zugegebenermaßen skeptisch.

Aber als ich mich mit dem Parteiprogramm auseinandergesetzt habe, war für mich klar: diese Partei hat echt was drauf!

Ich möchte, dass wir alle etwas mutiger werden! Ich möchte etwas bewegen und junge Menschen für Politik begeistern!

Das mutigste was ich je getan habe? Ich habe mich meiner Essstörung gestellt und habe mich zurück ins Leben gekämpft. Ich habe mein Körperbild wieder völlig neu lieben gelernt.

Vorbilder? Ich glaube das beste Vorbild ist jede*r selbst und natürlich unsere Claudia! 😉

Ich liebe Kochen, Backen und Kino. Manchmal suche ich auch Tupperdosen im Wald, was man im Fachjargon Geocaching nennt 😉 oder ich trete auf dem ein oder anderen Poetry Slam auf oder man sieht mich in einem LGBT Jugend Zentrum wo ich sehr zeitintensiv ehrenamtlich arbeite.

Auf jeden Fall wird es mit mir nie langweilig!


 

Claudia Stamm zur Woche gegen Rassismus

Die Vorsitzende von mut Claudia Stamm äußert sich auf ihrer Homepage zur Woche gegen Rassismus wie folgt:

Die internationale Woche gegen Rassismus beginnt heute.
Es sind Aktionstage.
Keine Gedenktage.
Sie sollen uns vor allem daran erinnern, aktiv zu sein.

Manche*r mag mutlos geworden sein in diesen Zeiten, in denen in Parlamenten wieder Dinge laut gesagt werden, die bis vor kurzem undenkbar waren. Wenn allerorten Parteien immer wieder und immer weiter nach rechts rücken (es gibt einen Grund für die Gründung unserer Partei mut!) – die Menschenwürde verhandelbar geworden ist…
Überall in Europa gibt es Demonstrationen für Menschenwürde und gegen Hetze und Rassismus mit mehreren Tausenden.
Es ist gut – und dies ist etwas, was Mut macht – dass es in Deutschland keine Demo/Aktion rechter Gruppierungen gibt, die unwidersprochen bleibt. Bei jeder Aktion gibt es Gegendemonstrationen – immer übertreffen die Teilnehmerzahlen, die der Rechten.
Das macht Mut bzw gibt Hoffnung, dass wir als Gesellschaft das #niewieder eben doch verinnerlicht haben und daran arbeiten, dass Geschichte sich nicht wiederholt.

Gegen Rassismus, gegen Diskriminierung aufzustehen, Flagge zu zeigen, bedeutet: No pasaran!

#NAZISRAUS


Internationale Wochen gegen Rassismus auf Wikipedia

Claudia Stamms Profil

Das Programm zu mut

Süddeutsche Zeitung: Auszeichnung für besseres Miteinander


 

Mein Weg zu mut – Andrea

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
„mut – ach, davon hab‘ ich noch nie was gehört“ oder „mut, davon habe ich erst nach der Landtagswahl gehört“ so oder so, das haben wir hundertfach gehört.
Dabei sind gerade rund um die Wahl und nach der Wahl tolle Menschen bei uns in die Partei eingetreten. Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut]

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Andrea Bullmer, 68

StDin.a.D. Fächer Mathematik und Physik.
Geschlecht ist nicht bipolar (männlich-weiblich), sondern ein Spektrum.

Dass ich transsexuell, also mit unpassenden Genitalien, geboren wurde, veränderte mein Leben entscheidend. Seit der Nachkriegszeit stehen Menschen wie ich, wenn sie ihre Anlage nicht gut verstecken, im Abseits.  

Vielleicht lebte ich deshalb weniger unbeschwert, beobachtete die Umgebung genauer und dachte intensiver über vieles nach. – Auch durch den Unterricht am Gymnasium, durch die 12 Jahre Unterricht in der Psychiatrie wurden für mich Menschenwürde und Menschenrechte zentral.  

Sensibel reagiere ich, wenn Menschen, aus welchen Gründen auch immer, ausgegrenzt werden. Für „Randgruppen“ hat unsere Gesellschaft aber leider wenig Verständnis.

Mit Geschichte und Politik beschäftigte ich mich stets intensiv. Bei politischen Parteien geht es oft um Slogans, um Macht und selten um Menschen. Im Gegensatz dazu sind für mich der einzelne Mensch und seine Bedürfnisse zentral. Im Berufsleben war ich in einigen Organisationen aktiv. Im Bayerischen Philologenverband bin ich seit 1980 Mitglied und war Jahrzehnte aktiv. Da sich meine Werte mit denen politischer Parteien nur teilweise deckten, blieb ich aber Wechselwählerin und trat nie in einer Partei ein.  

Im August 2017, kurz nach der Gründung von mut, sah ich beim CSD in Nürnberg Ralph Hofmann, den ich seit Jahren kannte und schätzte. Er saß am mut-Stand, dort redete ich mit Werner Gaßner, traf Claudia Stamm und nahm den Queer Flyer mit. (Mein Herzenswunsch wäre, zu erleben, dass auch wir, Menschen mit Transsexualität und Intersexualität, für alle normal, wie alle anderen, sind.) Zu Hause entdeckte ich die Unterschriften einiger, auf dem Flyer abgebildeten, Personen auf der „Stuttgarter Erklärung“. Da informierte ich mich genauer, war begeistert und trat sofort bei.

Menschenwürde, Menschenrechte für jeden(!) Menschen, das war ja immer mein Ziel. -> So wurde ich Mitglied Nummer 50.

Die folgenden mut-Aktivitäten, besonders im Jahr 2018, bereicherten mein Leben. Um Ziele zu erreichen, ist gerade bei „Randgruppen“, Sichtbarkeit unverzichtbar, das weiß ich.

So ging ich zu Demonstrationen, war an Info-Ständen, sammelte Unterschriften… – Dass ich in Nürnberg Ost, ausgerechnet dem Stimmkreis von MP Dr. Söder, Direktkandidatin für mut war, freute mich sehr.  Neben vieler wichtiger Ziele (vg. Parteiprogramm) die ich alle unterstütze, konnte ich durch mein öffentliches Auftreten auch zur Anerkennung von Menschen mit Transsexualität beitragen. – Dass ich mit sämtlichen Zielen von mut einverstanden bin und mich beim 1. Parteitag sogar einbringen konnte, freut mich. — 2018 wurde so,  auch für mich persönlich, ein schönes und erfolgreiches Jahr. 


Mein Slogan beim CSD „Jeder Mensch ist anders! Die Vielfalt ist unsere Stärke!“ 

Bei Twitter schrieb ich -> Menschenwürde gilt für alle Menschen! – Menschenrechte auch bei Intersexualität, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit psychischen Erkrankungen!

Wenn wir Schritte in diese Richtung gehen könnten, wenn irgendwann Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht usw. keine Rolle spielen und die Menschenrechte für alle Menschen verwirklicht würden, wäre ich sehr glücklich. –> #StandUp4HumanRights  – #MeQueer – #wirsindmehr – #niewieder 

Menschen sind verschieden, aber  „Jeder Mensch ist wertvoll!“

 

Teddybären-Verkauf zugunsten der Münchner Aids-Hilfe

Eine lieb gewordene Tradition: auch in diesem Jahr hatte Claudia Stamm, wie jedes Jahr, zugunsten der Münchner Aids-Hilfe Teddys verkauft. Der Teddybären Verkauf geht auch noch weiter. Wer noch einen der begehrten „Aids-Teddy 2018“ haben möchte:
Zu finden ist der Stand der Münchner Aids-Hilfe noch am 7.12. und 8.12.2018 am Sendlinger Tor Platz und auch beim Pink Christmas Weihnachtsmarkt im Glockenbachviertel in München.

Weiterlesen „Teddybären-Verkauf zugunsten der Münchner Aids-Hilfe“

100 Jahre Frauenwahlrecht vs 500 Jahre „Reinheitsgebot“ beim Bier

100 Jahre Frauenwahlrecht vs 500 Jahre „Reinheitsgebot“ beim Bier

Themensprecherin Anna Schweda :“Nun könnte man ob der Prioritäten etwas verzweifeln die sich „Die Deutschen“ da so geschaffen haben – Oder eben sehen und anerkennen wie hart und verzweifelt die Frauen damals gekämpft haben.

100 Jahre vs 500 Jahre zeigt aber auch, dass Frauen im Kampf für Gleichberechtigung zwar sehr weit gekommen sind, aber mitnichten am Ende des Weges stehen. Die sinkende Anzahl von Frauen als Abgeordnete des deutschen Bundestages und ganz aktuell die Benennung des bayerischen Landtages zeigen (es ist doch ein Treppenwitz der Geschichte, dass die CSU (!) dafür sorgen muss, dass das Kabinett nicht ganz männlich bleibt), dass wir aktuell eher Rückschritte verzeichnen, die wir nicht sang und klanglos hinnehmen können.

Gleichberechtigung, Demokratie — Demokratie geht nur geschlechtergerecht.“

blu.fm: Claudia Stamm ML steht für queere Politik

„Es ist viel passiert, und doch gibt es viel zu tun. Für mut ist die „Vollendung“ der rechtlichen Gleichstellung und volle gesellschaftliche Teilhabe von LSBTI* unverhandelbar. Wir wollen eine geschlechtergerechte Gesellschaft. Der Rechtspopulismus bedroht aktuell die bereits erlangten Fortschritte. Deswegen ist es wichtig, anderen Parteien zu zeigen, sie dürften sich nicht im Soge zurückziehen. Konkret sind Änderungen beim Adoptions- und Abstammungsrecht, ein neues Transsexuellen-Gesetz und gesetzliche Regelungen zum Schutz der intersexuellen Menschen notwendig. Hier gilt für mut, dass Gesetze die Selbstbestimmung der Menschen schützen und stärken und die bürokratische Fremdbestimmung ein Ende hat. Der verfassungsrechtliche Schutz (Ergänzung Art 3.3 GG) für die sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität ist längst überfällig.“

Mit Ihr kämpfen u.a. Andrea Bullmer, Werner Gassner, Jan Erdmann und Stephan Pflaum für die Queer Community in Bayern.

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Aus dem Landtag: Wann kommen endlich die Queer-Beauftragten?

Für alles gibt es in Bayern Beauftragte. Aber für eine Gruppe von Menschen, die teilweise immer noch unter Ausgrenzungen und Diskriminierung gibt es nichts: Für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intergeschlechtliche. Claudia Stamm, MdL, fordert in Ihrer Rede am 12.07.2018 im bayerischen Landtag: Die bayerische Regierung muss endlich handeln und Queer-Beauftragte einsetzen! Weiterlesen „Aus dem Landtag: Wann kommen endlich die Queer-Beauftragten?“

Die Hoteliers in Augsburg stornieren AFD-Zimmer. Richtig oder falsch?

Stellungnahme von Massimo Ferraro, Tourismusfachmann von mut

Ende des Monats findet in Augsburg der Bundesparteitag der AfD in Augsburg statt und bereits jetzt wirft dieser seine Schatten voraus. Am Wochenende wurde bekannt, dass einige Augsburger Hotels Reservierungen von AFD-Vorstandsmitgliedern storniert haben. Doch nicht nur Sicherheitsbedenken wurden als Begründung herangeführt, sondern auch die Äußerungen dieser Personen in der Vergangenheit über Muslime oder Homosexuelle.

Nun wird eifrig diskutiert, ob diese Entscheidung richtig oder falsch, rechtlich haltbar oder moralisch vertretbar ist. Für beide Standpunkte gibt es Argumente. Auf der einen Seite das Neutralitätsgebot und die Tatsache, dass die AFD eine demokratisch gewählte Partei ist. Auf der anderen Seite werden die rassistischen Äußerungen aufgeführt, die sich mit den Grundwerten der Hotellerie nicht vereinbaren lassen.

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