Kandidat Heiner Putzier

Heiner Putzier

Zur Person

  • Ein ökologisch orientierter Querdenker mit über 30 Jahren Erfahrung in der Industrie als Vertriebsmanager eines international agierenden Konzerns, der Babywindeln und andere Einmalhygiene-Produkte herstellt
  • Meine Kunden waren der internationale Lebensmittel-Einzelhandel mit Schwerpunkt Discounter
  • Während meiner beruflichen Tätigkeit als Vertriebsmanager habe ich mich auch mit dem Thema „Nachhaltigkeit im Vertrieb“ intensiv beschäftigt
  • Ende der Tätigkeit zum 31.1.2018 nach über 30 Jahren Zugehörigkeit bei 1 Unternehmen
  • privater Hintergrund : Vater von 6 Kindern (4 aus erster Ehe und 2 in Patchwork) wohnhaft in 82362 Weilheim
  • seit 2011 aktives Mitglied der Slow Food Bewegung (www.slowfood.de). Slow Food ist eine weltweite Bewegung von mündigen Konsumenten, die sich für eine lebendige und nachhaltige Kultur des Essens und Trinkens einsetzt. Der Verein tritt für die biologische Vielfalt ein, bewahrt die regionale Geschmacksvielfalt und fördert eine nachhaltige, umweltfreundliche Lebensmittelproduktion. Er betreibt Geschmacksbildung, bringt Erzeuger von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Ko-Produzenten (Verbrauchern) zusammen und vermittelt Wissen über die Qualität von Nahrungsmitteln und macht so den Ernährungsmarkt transparent.

Warum bist Du bei mut?

  • Mein persönliches Credo lautet: alle unsere individuellen, lokalen Handlungen haben auch globale Auswirkungen. Dies zu erkennen, zu akzeptieren und unser Handeln im Sinn einer Verantwortung für die Erhaltung und Wiederherstellung unserer Lebensgrundlagen (Luft, Wasser, Boden, Lebensmittel, soziale Gerechtigkeit, Frieden) daran auszurichten, ist aus meiner Sicht viel wichtiger und wirksamer als dem Streben des Einzelnen nach materiellem Reichtum und Sicherheit Priorität zu geben.
  • Das politische Engagement des einzelnen Bürgers erscheint mir heute wichtiger denn je, um unser Zusammenleben aktiv zu gestalten. Daher habe ich mich entschlossen erstmals in meinem Leben Mitglied einer Partei zu werden. Ich sehe heute keine andere Partei, die in der Gesamtheit die Möglichkeit bietet, an der Erreichung der oben genannten Ziele zu arbeiten. Daher bin ich im August 2017 mut beigetreten.

Welches sind Deine Schwerpunktthemen?

  • Das Thema Lebensmittel in Verbindung mit dem Lebensmittel-Einzelhandel / speziell den Discountern beschäftigt mich seit vielen Jahren. Die sehr hohe Konzentration der großen Einzelhandelsketten hat zu einer enormen Marktmacht gegenüber den Lebensmittelherstellern geführt. Dies gilt für Deutschland, aber auch für die meisten anderen europäischen Länder, sogar die USA und Australien sind betroffen. Auf der Seite der Lebensmittelhersteller hat dies zwangsläufig auch zu immer größeren Unternehmen geführt, die aufgrund des Preisdrucks versuchen, immer günstiger immer größere Volumen zu produzieren.
  • In der Landwirtschaft gilt der Spruch „wachsen oder weichen“. Massentierhaltung und riesige Monokulturen sind die Folge davon. Der Einzelhandel argumentiert, dass der Endverbraucher günstige Preise wünscht und er dies „nur“ umsetzt. Die Folge sind indutriell hergestellte, standardisierte, sterile Einheits-Lebensmittel zu niedrigsten Endverbraucherpreisen. Diese Lebensmittel sind zwar sicher, da unter sterilen Verhältnissen hergestellt. Manche von ihnen tragen sogar besondere Labels, die die Hersteller oft selbst kreieren.
  • Die Auswirkungen einer derartigen Lebensmittelproduktion auf unsere Umwelt sind gravierend, die Vielfalt nimmt ab, der Geschmack von Lebensmitteln bleibt auf der Strecke.

Warum gerade diese Themen?

  • Lebensmittel, Luft, Wasser und Boden sind die Grundlagen für unser Leben. Wenn in Deutschland anscheinend 60% der Männer übergewichtig sind, stimmt etwas nicht.
  • Die Folgekosten einer solchen Entwicklung sind enorm. Wenn man über Kostendämpfung im Gesundheitswesen spricht, sollte man hier ansetzen und endlich in den Schulen Lebensmittelkunde, ( Anbau von Gemüse im Schulgarten, Kochen …) als Pflichtfach einführen, damit Kinder auch wissen, warum Lebensmittel überhaupt wichtig sind – und dass sie gut schmecken.
  • Die Auswirkungen der Massentierhaltung erleben wir in Deutschland angeblich positiv, da die Endverbraucherpreise so niedrig sind. In Argentinien hingegen führen der Anbau von Sojabohnen und die Verwendung von Glyphosat zu massiven Umweltschäden und Erkrankungen der Menschen sowie zur Landflucht. Argentinische Sojabohnen dienen als Viehfutter in Deutschland und Bayern. Dies ist ein Skandal sondergleichen!

Was treibt Dich sonst noch so an?

  • Ich lebe seit mehr als 30 Jahren so gut wie fleischlos – und es geht mir laut letzter ärztlicher Untersuchung vor wenigen Monaten sehr gut. Ich bin weit davon entfernt Fleischesser bekehren zu wollen, schließlich habe früher selbst Fleisch und Fisch genossen. Ich appelliere an das richtige Maß, das anscheinend verloren gegangen ist. Auf den Sonntagsbraten freut man sich besonders, wenn es unter der Woche auch den ein oder anderen Tag kein Fleisch gegeben hat. Besonders wichtig ist die hohe Qualität der Lebensmittel, die man isst. Lieber weniger, dafür aber besser, ist die Devise.
  • Der Zusammenhang zwischen Flüchtlingsursachen und unserem Konsumverhalten ist für mich offensichtlich. Diese Erkenntnis habe ich aber erst nach vielen Diskussionen, Literatur Studium und Nachdenken gewonnen. Daher bin ich überzeugt, dass eine Abschottung und Dichtmachen der Grenzen die Probleme nicht lösen wird. Globales Handeln beginnt vor unserer Haustür mit einer Änderung unseres Konsumverhaltens. Es ist ein Unding, wenn deutsche Firmen Produkte, die in Deutschland keinen Absatz haben (wie z.B. Schweinefüße) in afrikanische Länder exportieren und dort zu niedrigeren Preisen verkaufen als die einheimischen Produzenten. Dies führt dann dazu, dass die einheimischen Hersteller ihre Unternehmen schließen müssen und das jeweilige Land in Abhängigkeit von deutschen Firmen kommen. Das Soja-Futter für die in deutschen Massentierställen gehaltenen Schweine stammt vielleicht noch aus dem betroffenen Land. Das ist ein Skandal und muss gestoppt werden.
  • Ich bin seit Dezember 2017 zertifizierter Lachtrainer. Das mag auf den ersten Blick „durchgedreht“ klingen. Aber : Lachyoga ist eine ganzheitliche Methode, die mit einfachsten Mitteln natürliche Kräfte mobilisiert. Körperliche und seelische Gesundheit werden genauso gefördert wie mentale Energien. Durch das Lachen finden wir leichter Zugang zu Kreativität, Intuition und unbewussten Potenzialen. Humor, Kontaktfreude und gegenseitige Akzeptanz werden entwickelt und verstärkt. Indem die Gefühlsebene aktiviert wird, entsteht ein liebevollerer Umgang mit sich selbst und auch mit unseren Mitmenschen. Die Abwehrkräfte des Körpers werden gestärkt und die Lebensfreude wird erhöht. Jeder kann die einfachen Übungen erlernen. Lachen hat keine schädlichen Nebenwirkungen. Leider befassen wir uns häufig mit unerfreulichen Dingen wie einer gefährdeten Umwelt oder den Problemen von Asylsuchenden. Mir erscheint es gerade deswegen sehr wichtig den Humor und das Lachen nicht zu verlernen. Das macht das Leben einfacher und fröhlicher.

Was willst Du im Landtag bewegen?

Das ergibt sich aus den oben genannten Punkten :

  • die Struktur der Lebensmittelversorgung (Handel) und Lebensmittelerzeugung (Landwirtschaft) zukunftsorientiert ausrichten, in dem der Anbau regionaler Lebensmittel in Bio-Qualität stärker als jetzt gefördert wird, neue Handelsstrukturen ermöglicht und gefördert werden
  • Endverbraucher besser über Lebensmittel informiert werden (Bildung und Lebensmittelkennzeichnung)
  • Keine Lebensmittelexporte von Deutschland zu Dumping Preisen in andere Länder speziell nach Afrika oder Südamerika

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