Kandidatin Christine Deutschmann

Christine Deutschmann

  • Geboren: 1967
  • Stimmkreis: 501 Nürnberg Nord
  • Listenplatz: 1 in Mittelfranken
  • Beruf: Speditionskauffrau
  • E-Mail: christine.deutschmann@mut-bayern.de

Wer bin ich?

Ich bin Mutter eines Sohnes und einer Stieftochter und geschieden. Seit meiner Ausbildung zur Speditionskauffrau habe ich immer in diesem Beruf gearbeitet, weil es mir Freude macht, Dinge zu organisieren und Probleme zu lösen. Das hat mir beim Aufbau und der Organisation des Helferkreises in Rückersdorf, wo ich zudem seit über einem Jahr auch Integrationsbeauftragte der Gemeinde bin, sehr geholfen.

2014/2015, als absehbar war, dass sich viele Geflüchtete auf den Weg nach Deutschland machen werden, stand ich vor der Frage: ignorieren, dagegen sein, oder helfen? Da ich aus einem sehr gastfreundlichen Elternhaus stamme, war die Antwort einfach: Natürlich helfen. Zur gleichen Zeit begann, wie in vielen anderen deutschen Städten, Pegida auch in Nürnberg mit „Spaziergängen“. Die menschenverachtenden Aussagen und Lügen dieser Gruppierung und die offensichtliche Teilnahme von Neonazis an den Nürnberger „Spaziergängen“, haben mich dann dazu bewegt, mich noch stärker als zuvor gegen rechte Umtriebe zu engagieren. Inzwischen bin ich aktives Mitglied im Nürnberger Bündnis Nazistopp und habe selbst schon Gegenkundgebungen angemeldet.

Nach Verschärfung der Asylgesetze, nach den ständigen bayerischen Sonderwegen und dem Erstarken der AfD, das einen Rechtsruck fast aller etablierten Parteien nach sich zog, wollte ich mehr tun, was mich zu Frage zwei bringt.

Wie ich zu Mut kam.

Auf einer Veranstaltung von „Pflegeeltern gegen Abschiebung“ hörte ich zum ersten Mal von der Initiative „Zeit zu handeln“. Wir blieben in Kontakt und als die ersten Treffen in Nürnberg stattfanden und es immer deutlicher wurde, dass eine neue Partei gegründet werden sollte, habe ich mich entschlossen, zum ersten Mal in meinem Leben einer Partei beizutreten. Die Aufbruchsstimmung, der Wille so vieler engagierter Menschen, auch politisch etwas verändern zu wollen, haben mich überzeugt und waren genau das, was ich gesucht hatte. Inzwischen bin ich Vorsitzende des Bezirksverbandes Mittelfranken.

Meine Schwerpunktthemen

Meine Schwerpunktthemen sind Asyl, Rechtsradikalismus und soziale Gerechtigkeit. Diese Punkte gehen für mich ineinander über. In einer sozial gerechten Gesellschaft haben rechte Tendenzen wenig Chancen, weil diese hauptsächlich durch Neid und Angst angefacht werden. Auch die Asyldebatte ist für mich eine Neiddebatte, angefacht durch Falschmeldungen rechter Rattenfänger.

Da ich sehr viel mit geflüchteten Menschen zu tun habe, auch im Familien- und Freundeskreis, bin ich in der Lage zu differenzieren. Sicher gibt es auch unter Geflüchteten Einzelne, die sich nicht an unsere Gesetze halten und dafür zur Rechenschaft gezogen werden müssen, aber der überwiegende Teil der Menschen möchte einfach nur hier in Frieden leben. Mein Engagement gegen rechts resultiert aus meiner Erziehung durch Eltern, die immer allem und allen gegenüber aufgeschlossen waren. Die mir beigebracht haben, dass niemand unser Haus hungrig verlässt und dass man Menschen in Not helfen muss. Zudem bin ich in Nürnberg, der Stadt der Reichsparteitage und nun Stadt der Menschenrechte geboren, was für mich eine Verpflichtung darstellt zu verhindern, dass Hass und Menschenverachtung jemals wieder die Macht erhalten. Ich sehe viele Menschen, die von ihrer Arbeit nicht mehr leben können, was ebenfalls soziale Spannungen hervorrufen kann.

Gerechtigkeit

Ich habe einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und der Gedanke des Humanismus ist meine Antriebskraft. Ich mag es nicht, wenn Dinge nicht funktionieren und bin der Meinung, dass Probleme gelöst und nicht ausgesessen werden müssen.

Um zu einer sozial gerechten Gesellschaft zu werden, müssen wir die Dinge anpacken, die die Menschen wirklich bewegen. Löhne, von denen man leben kann, Wohnungen, die bezahlbar sind, Akzeptanz aller individuellen Lebensentwürfe. Wir müssen uns auf die Herausforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt vorbereiten und, was am Wichtigsten ist, wir müssen den Klimawandel bremsen. Denn in einer Umwelt, in der man nicht mehr leben kann, wird es auch keine Gerechtigkeit geben. Dafür gibt es keine einfachen Pauschallösungen, sondern es müssen wirksame und nachhaltige Konzepte erarbeitet werden. Und wir müssen dafür sorgen, dass Menschenrechte und Menschenwürde für jeden gelten, der in diesem Land lebt.

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