Erwerbstätigenversicherung statt Rente mit 69

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Erwerbstätigenversicherung statt Rente mit 69

Erwerbstätigenversicherung statt Rente mit 69

Zu den von der Bundesbank vorgeschlagenen Renten“reformen“ äußert sich unser Parteimitglied Arno Pfaffenberger.

Warren Buffett, amerikanischer Großinvestor und Unternehmer, sprach 2006 in einem Interview mit der New York Times den Satz:
„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“

Und ja, nichts anderes als Klassenkrieg ist der oben genannte Vorschlag der Bundesbank. Dieser Vorschlag ist eine geplante Rentenkürzung, denn noch immer erreicht nur ein kleiner Teil der lohnabhängig Beschäftigten das Renteneintrittsalter in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.

So waren im Jahr 2018 nur noch 33 % der 63-jährigen und bei den 64-jährigen nur noch 18 % sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Wer aber z. B. mit 63 statt 67 in Rente geht, muss Abzüge von 14,4 Prozent hinnehmen.

Begründet wird dieses neue vorgeschlagene Verarmungsprogramm wie schon bei der Zerschlagung der gesetzlichen umlagefinanzierten Rente durch die rot-grüne Regierung in den Jahren 2001 – 2004 (Riesterreform, Rentenversicherungs-Nachhaltigkeitsgesetz) mit dem Argument des demografischen Wandels. Was meint, dass der Anteil der nicht mehr erwerbstätigen Menschen im Verhältnis zu Personen im erwerbstätigen Alter immer mehr zunimmt.

Die Sicherung existenzsichernder Renten ist aber weniger eine Frage der Bevölkerungsentwicklung als eine Frage der wirtschaftlichen Entwicklung und der Politik: Wie groß ist der gesellschaftliche Reichtum und wie verteilt man ihn auf die verschiedenen Alters- und Bevölkerungsgruppen?

Die vorgeschlagenen Änderungen der Bundesbank sind abzulehnen, da sie die schon vorhandene Altersarmut massiv ausweiten.

Die gesetzliche umlagefinanzierte Rentenversicherung ist umzubauen in eine Erwerbstätigenversicherung, in die alle, auch Beamt*innen, Selbständige und Politiker*innen einzahlen. In diese Erwerbstätigenversicherung ist ein Sockel nach unten einzubauen, der Renten über der Armutsgrenze garantiert. Um Beitragsstabilität zu ermöglichen, bedarf es der Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze und der vollständigen Abdeckung versicherungsfremder Leistungen.


 

Themenabend: Wem gehört der öffentliche Raum?

Stammtischthema in München: Wem gehört der öffentliche Raum?

Stefanie Praml, seit über 30 Jahren leidenschaftliche Radlerin in München, Ex-Projektmanagerin bei Green City und für die Radlhauptstadt auf dem mut Podium mit Ma-Lu Kunst (Mitglied des Vorstands bei mut) und Prof. Andreas Rau (Themensprecher für Verkehr bei mut).

Wem gehört der öffentliche Raum?

Ein radikaler Wechsel hin zu mehr ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr) und Fahrradverkehr schafft Freiraum für notwendige individuelle Mobilität: für Handwerker*innen und Lieferant*innen, Pflegedienste und Menschen, die aufgrund von Beeinträchtigungen auf das Auto angewiesen sind.

Intelligente Mobilität bedeutet aber auch vieles neu zu denken, z.B. den Lieferverkehr zu optimieren und zu minimieren.
Dazu braucht es Kooperation zwischen den Verkehrssystemen, z.B. Mikrodepots und Lastenräder für die letzte Meile.


 

Thema Kaffeehandel bei unserer Konferenz „anders Wirtschaften“

Im Rahmen unserer Konferenz „anders Wirtschaften“ in Nürnberg war der Kaffeehandel Thema von Harald Faust, dem ehemaligen Eigentümer einer Kaffeerösterei. An diesem Beispiel erörterten die Teilnehmer*innen Lösungsansätze, wie für Kaffeebauer*innen ein finanziell nachhaltiges Einkommen erzielt werden kann.

Wie hängen der Mauerbau von Donald Trump, die Brände in den Regenwäldern und unsere tägliche Tasse Kaffee eigentlich zusammen? Kaffee ist nach Erdöl der am meisten gehandelte Rohstoff weltweit; etwa acht Millionen Tonnen werden jährlich geerntet. In Deutschland wird mehr Kaffee als Bier getrunken, jede*r Deutsche konsumiert im Schnitt 4,8 kg Kaffee pro Jahr.

Kaffee wächst in den Ländern rund um den Äquator, etwa 25 Millionen Menschen leben vom Kaffeeanbau, meist in kleinteiliger Landwirtschaft mit naturnahen Anbaubedingungen. Daneben gibt es auch vor allem in Brasilien und Vietnam riesige Plantagen, wo unter ökologisch fragwürdigen Bedingungen große Mengen an Rohkaffee produziert werden.

Kaffeehandel: Rohkaffee wird an den Börsen in New York und London gehandelt. Eigentlich ist das ein wirkungsvolles Instrument für die Bauer*innen und auch die Kaffeehändler*innen/Röster*innen. Alle Parteien wissen vorher, zu welchem Preis sie das Produkt kaufen bzw. verkaufen können. Mit Kontrakten können Marktschwankungen abgefedert werden. Leider sind auch viele Teilnehmer*innen an den Märkten unterwegs, die nichts mit Kaffeeanbau oder -verarbeitung am Hut haben; diese Spekulant*innen manipulieren die Märkte nachhaltig.

Kaffeehandel Börse

Der Kaffeepreis wird in $/lb ausgewiesen. Ein amerikanisches Pfund (Lb) entspricht dabei 454g. Dieser Preis gibt die Kaufpreis für aufbereiteten Rohkaffee ex Anbauland wieder. In den vergangenen Jahren ist er von etwa 3$ auf 1$ gefallen. Das historische Tief lag bei 0,41$ im Jahr 2001. Auf diesen Börsenpreis gibt es je nach Qualität Zu- oder Abschläge, die von den Marktteilnehmer*innen vereinbart werden (z.B. für gute Qualitäten, Biokaffee etc.).

Bis der Kaffee in unserer Tasse landet, kommen noch viele weitere Kosten hinzu.

In Deutschland wird z.B. auf Röstkaffee, der in Verkehr gebracht wird (d.h. hier geröstet oder gewerblich importiert), eine Kaffeesteuer in Höhe von 2,19€/kg erhoben.

Eine grobe Kalkulation für Kaffee (Anteil vom Verkaufspreis) sieht wie folgt aus:

Fracht, Steuern, Zoll 45% Einzelhandel 24% Röster 17% Kaffeebauer 14%

Wenn wir das dann auf einen durchschnittlichen Kilopreis von 10€ umrechnen, bekommen die Kaffeebauer*innen also 1,40€ für ein Kilo Rohkaffee. Dieser Preis ist nicht kostendeckend und wenn die Kaffeebauer*innen nicht mehr vom Kaffeeanbau leben können, sind sie gezwungen, ihr Land zu verkaufen und sich ein neues Leben zu suchen. Und hier schließt sich der Kreis zur Eingangsfrage: ein zu niedriger Kaffeepreis führt zu Migration (nicht wenige, die sich zur Zeit aus den Ländern Süd- und Mittelamerikas auf den Weg in Richtung USA machen, waren früher im Kaffeeanbau tätig) und zu Umweltzerstörung (die ehemaligen Plantagen und umliegende naturnahe Bereiche werden brandgerodet um z.B. Palmöl anzubauen). Ein niedriger Kaffeepreis hat also auch spürbare Konsequenzen für die Konsument*innen in den Ländern, in denen Kaffee überwiegend getrunken wird.

Welche Ansätze gibt es, diesen Teufelskreis zu durchbrechen?

Schauen wir uns die Kalkulation noch einmal ein bisschen genauer an. Am Beispiel der Kaffeebauer*innen in Indonesien haben wir in 2012 ein minimales Familieneinkommen von 2.000 US$/Jahr berechnet, das zu einem langfristigen, nachhaltigen Leben erforderlich ist. Das erscheint auf den ersten Blick sehr wenig, wenn man aber berücksichtigt, dass für Wohnen in den ländlichen Strukturen keinen Kosten anfallen (außer Instandsetzungen, da die Häuser selbst gebaut sind und auf eigenem Grund stehen) und ein Großteil der Lebensmittel selbst produziert werden, reichen diese Mittel für eine medizinische Basisversorgung und die Unterstützung bei der Ausbildung der eigenen Kinder und liegen so deutlich über dem Durchschnittseinkommen. Umgerechnet auf die bewirtschaftbare Fläche ergibt sich so ein Mindestpreis von 2,50 US$/lb Rohkaffee. Wenn wir das auf unseren Konsum hier umrechnen, würde die Tasse Kaffee gegenüber der Kalkulation oben um 2 Ct teurer!

Es braucht also nicht viel von unserer Seite, um nachhaltigen Kaffeeanbau zu ermöglichen. Warum tun wir es nicht?

Es gibt Konzepte wie Fairtrade, die zumindest einen Teil der Probleme adressieren. Kaffeebauer*innen erhalten nach einer Zertifizierung (die auch die Einhaltung von sozialen Standards beinhaltet) einen Kaffeepreis der 0,20$ über dem Marktpreis liegt und für zertifizierten Biokaffee noch einmal 0,30$ obendrauf. Zusätzlich wird ein Mindestpreis von 1,40 $/lb garantiert.

Im Workshop haben wir anschließend diskutiert, mit welchen Maßnahmen ein nachhaltiges Wirtschaften für die Kaffeebauer*innen möglich gemacht werden kann.

Die Reihenfolge stellt keine Gewichtung dar:

  1. Qualität statt Quantität: hohe Qualität rechtfertigt höhere Preise
  2. Pro Tasse 2Cent sind ok, für eine Kilopackung dann 2,40€ mehr sind zu viel. Es braucht entsprechendes Marketing
  3. Kaffeesteuer auf fair gehandelten Kaffee abschaffen (wenn der Mindestpreis entsprechend angehoben wird)
  4. Rösten des Kaffees im Herkunftsland. Höhere Wertschöpfung führt zu höheren Einnahmen
  5. Bildung und Sensibilisierung der Verbraucher mit Breitenwirkung (wie es im Kleinen die Weltläden vormachen)
  6. Fairtrade ist gut – es geht aber noch besser. Strukturelle Defizite beseitigen
  7. Es braucht einen Mittler, damit kleine Bauer*innen/Genossenschaften auf Augenhöhe mit den Big Playern im Lebensmittelmarkt Handel treiben können. Organisationen wie die GEPA in Deutschland und Verbände in den Anbauländern müssen gestärkt werden.

Hierzu ein paar Anmerkungen:

zu 3. und 6.: eine der Voraussetzungen um Fairtrade zu einem Instrument zu machen, damit ein nachhaltiges Einkommen gefördert wird, ist die Erhöhung des garantierten Mindestpreises.

Im Augenblick ist dieser in vielen Fällen auf Dauer nicht ausreichend.

Es bleibt das strukturelle Problem, dass Händler*innen das Fairtrade-Label zum Green-Washing verwenden ohne an den Bedingungen in den Anbauländern etwas ändern zu wollen.

Gleichwohl ist die Forderung richtig, die Kaffeesteuer für fairen Kaffee (wie immer dieser definiert wird) auszusetzen. Dadurch werden die 2 Cent pro Tasse fast vollständig kompensiert. Diese Idee wurde auch bereits im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung formuliert.

Zu 4.: das Rösten in Anbauland wird in kleinem Rahmen z.B. von der GEPA und einigen kleinen Projekten realisiert. Es wird aber vermutlich keinen hohen Anteil am Gesamtmarkt erreichen, da Röstkaffee im Gegensatz zu Rohkaffee besteuert wird (z.B. für Kaffee aus Nicaragua 7,5%; die Kaffeesteuer kommt noch oben drauf) und der Transport durch das höhere Volumen des Röstkaffees (ca. 100% mehr Volumen als Rohkaffee) teurer wird. Zudem gilt bei höherwertigen Kaffees, dass die Qualität etwa 3 Monate nach dem Rösten aufgrund von Oxidation langsam abnimmt. Durch den langen Transportweg wird es schwierig, optimale Qualität zu liefern.

 

Das Fazit der Teilnehmer*innen des Workshops: Gerechtigkeit kann es nur geben, wenn Transparenz herrscht. Bildung und Sensibilisierung sind Voraussetzung, um Transparenz zu erzeugen. Transparente Produkte ermöglichen es dem Verbraucher, sensible Entscheidungen zu treffen. Dies zu ermöglichen ist Aufgabe der Politik.

 

Moderation: Anna Hielscher I Referent: Harald Faust


 

Redebeitrag des Bayreuther mut-Teams zur Demo der Seebrücke Bayreuth

Bei der Demo der Seebrücke Bayreuth am 7. Oktober 2019 sprach auch unser Bayreuther mut-Team vertreten durch Petra Krafft, Gigi Masoudi, Dimitri Bennett, Tina Karimi und Arno Pfaffenberger. Die Demo stellte den Auftakt zur Kampagne der Unterschriftensammlung für den Bürgerantrag, der Bayreuth zum sicheren Hafen, zur Seebrückenstadt machen soll, dar.


mut setzt sich ein für die Wiederaufnahme der staatlichen Seenotrettung und für ein Ende der Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung.

Menschenrechte und das Völkerrecht müssen in Deutschland wieder Bestandteil der Politik werden!

Die Politik der Bundesregierung und der Mehrzahl der EU-Staaten verstößt gegen die Menschenrechte:

Artikel 3 (Recht auf Leben und Freiheit) der Menschenrechte:
„Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“

Artikel 14 (Asylrecht):
„Jeder Mensch hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.“

Diese Politik verstößt gegen das Völkerrecht:

Art. 98 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen erklärt die Pflicht zur Hilfeleistung auf hoher See: „Jeder Staat verpflichtet den Kapitän eines seine Flagge führenden Schiffes, (…) jeder Person, die auf See in Lebensgefahr angetroffen wird, Hilfe zu leisten.“ Art. 2 des Grundgesetzes sagt: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“ Und in Art. 6 des Zivilpakts der UN heißt es: „Jeder Mensch hat ein angeborenes Recht auf Leben. Dieses Recht ist gesetzlich zu schützen. Niemand darf willkürlich seines Lebens beraubt werden.“

Auch Pushbacks, Flüchtlingsboote auf dem Weg nach Europa abzufangen und nach Nordafrika zurückzubringen, steht im Widerspruch zum Völkerrecht. Unter keinen Umständen dürfen die europäischen Schiffe in Seenot geratene Flüchtlinge zurück in die afrikanischen Transitstaaten schicken.

Eine Rückschiebung in afrikanische Staaten wie Ägypten, Lybien, Marokko oder Tunesien, in denen Flüchtlingen eine erniedrigende oder unmenschliche Behandlung oder sogar Folter droht, stellt einen Verstoß gegen Art. 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention war.

Das Seerecht und GFK sagen aus, dass: Flüchtlinge in sichere Häfen gebracht werden müssen. Ein sicherer Ort ist aber nur dann gegeben, wenn Flüchtlinge nicht fürchten müssen in Staaten verbracht zu werden, in denen sie Verfolgung und erniedrigender Behandlung ausgesetzt sind.

Daher gilt: Das sogenannte Non-Refoulement-Verbot aus Art. 33 Abs. 1 der GFK verbietet die von der EU avisierte Rückschiebungspraxis.

Es bedarf des Drucks auf diese Regierung, es muss sichtbar werden, dass wir uns mit einer solchen Politik nicht abfinden wollen nicht können!

mut ist Teil der Bayreuther Seebrücke und wird sich gemeinsam mit allen anderen Beteiligten dafür einsetzen, das die benötigten Unterschriften für den Bürgerantrag erreicht werden.


Seite der Seebrücke Bayreuth

Auftaktdemo am 07.10.2019 um 17:00 in Bayreuth: Bayreuth zum Sicheren Hafen machen


 

Jetzt erst recht! – Lasst uns die Bewegung für Klimagerechtigkeit stärken, und den Druck erhöhen!

Manni Maier, Themensprecher für Energie und Verkehr und Arno Pfaffenberger, Themensprecher für Asyl und Zuwanderung kommentieren nochmals das sogenannte Klimapaket der Bundesregierung.

Das Klimakabinett tagte unter Vorsitz der Kanzlerin und gebar einen Witz. Das Klimapaket verdient seinen Namen nicht. Es ist eher ein Auto- und Energie-, Agrarlobbykonzern-Schutz-Paket mit der Unterüberschrift: Einfach weiter so wie bisher.

Weiterlesen „Jetzt erst recht! – Lasst uns die Bewegung für Klimagerechtigkeit stärken, und den Druck erhöhen!“

Mein Weg zu mut – Robert

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
Heute stellen wir Euch Robert vor. Der Industriemechaniker ist aktives Mitglied in Landshut.
Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir schon gezeigt [Mein Weg zu mut – alle Geschichten].

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen:

Robert Forster, 45

Ich habe mich für eine Parteimitgliedschaft entschlossen, weil ich aktiv bei mut und allem Drum rum mitwirken will.
Politisch interessiert war ich schon immer. Zur Landtagswahl suchte ich nach einer für mich passenden Antwort, einer passenden Partei und besuchte eine Wahlveranstaltung von mut in Landshut.
Die Veranstaltung sagte mir sehr zu und ich war dann anschließend auf mehreren Stammtischen. Beim Wahlkampf half ich, ohne Mitglied zu sein, aktiv mit.
Am Wahltag trat ich dann online in die Partei ein.

Ich möchte mit mut dazu beitragen, dass in der Gesellschaft ein Umdenken stattfindet.

Durch mut habe ich sehr viele interessante Menschen kennengelernt und bin dadurch auch aktiver geworden.
Inzwischen habe ich in Landshut eigenständig Stammtische organisiert, habe zum Volksbegehren gegen das Artensterben einen Diskussionsabend organisiert und aktiv an Infoständen geholfen. Umwelt und Klimaschutz ist mir sehr wichtig.

Durch mut bin ich auch zum Verein „Queer in Niederbayern“ gekommen, dort bin ich seit Anfang an dabei und auch im Orga Team des ersten CSD in Niederbayern.

In meiner Freizeit spiele ich leidenschaftlich Steeldart in einem Verein, dessen Vorsitzender ich auch bin.


 

Mein Weg zu mut – Anna

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?

Heute stellen wir Euch Anna Schweda  vor – die Erziehungswissenschaftlerin ist, mit Claudia Stamm zusammen, Sprecherin für Familie, Partizipation von Kindern und Jugendlichen, sowie Sprecherin für Frauen. Anna ist seit Herbst 2017 bei mut.

Ihre Schwerpunkte sind:

  • Partizipation und Teilhabe junger Menschen,
  • Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut und
  • sozialer Ungleichheit(en).
  • Frauenpolitik und Geschlechtergerechtigkeit

Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir schon gezeigt [Mein Weg zu mut – alle Geschichten] Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen:

Anna Schweda, 38

Als ich von der Gründung von mut gehört hatte, war das ein Hoffnungsschimmer! Dass die Achtung der Menschenwürde so stark in das Zentrum jeglichen politischen Handelns gestellt wird – unabhängig von kultureller oder sozialer Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung – so vehement hatte ich das noch bei keiner Partei gesehen.

Eher rück(t)e die Politik ja gerade in vielerlei Hinsicht davon ab. Ich fragte mich, ob das denn endlich eine Partei ist, die das auch ernst meint und lebt und dachte mir, das könne ich am besten herausfinden, indem ich mitmache.

Es war dann auch genau das Menschliche in den politischen Zielen, aber auch untereinander, das mich dabeibleiben ließ.

Doch mein Leben änderte sich bald darauf schlagartig nach einem Unfall in der Familie. Ich musste von einem Tag auf den anderen viel Pflegearbeit leisten und war kurz davor bei mut auszusteigen, weil ich die Schwerpunkte erst mal anders setzen musste.

Doch was geschah – die Partei ließ mich nicht gehen und im Nachhinein bin ich sehr froh darüber.

Gerade Frauen, die Erziehungs- und/oder Fürsorgearbeit leisten, müssen vieles hintenanstellen: Beruf, Politik – das ist mit vielen familiären Aufgaben, die in unserer Gesellschaft überwiegend Frauen leisten, nicht vereinbar.

Ich bin froh, dass mut mich „dabei gehalten“ hat, denn nach einer Weile konnte und wollte ich wieder politisch tätig werden. Mir ist aber klar, dass viele Frauen durch gesellschaftliche Stereotype und Strukturen daran gehindert werden, ihre Selbstbestimmtheit und Rechte gleichberechtigt leben zu können.

Ich kämpfe dafür, dass diese Hürden abgebaut werden und Gechlechtergerechtigkeit endlich umgesetzt wird. Geschlechtergerechtigkeit bezieht sich für mich dabei unbedingt auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und das Recht eines jeden Menschen auf ein Leben frei von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt.

Das umfasst geschlechtergerechte Sprache und Erziehung, die Besetzung von Stellen und Gremien, Lohngerechtigkeit und die gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen.

Demokratie geht nur geschlechtergerecht!


 

Global denken – lokal handeln

Global denken – lokal handeln! Nicht auf Kosten Anderer leben.
Wir freuen uns, dass wir mit manomama einen Shop für unsere mut Tshirts gefunden haben, der auch unseren politischen Werten entspricht.
„VOM GARN BIS ZUR NAHT HERGESTELLT IN DEUTSCHLAND. + ÖKOLOGISCH, TRANSPARENT & FAIR“ – So wirbt manomama.

„Wir von mut möchten den ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen der Gegenwart solidarisch begegnen, dies entspricht auch dem Ansatz von Sina Trinkwalder von „manomama“ – ich freu mich über die Zusammenarbeit!“

Susanna Steinberg, Vorsitzende von mut.

Aufruf zum weltweiten Klimastreik am 20. September 2019

Aufruf zum Weltweiten Klimastreik am 20. September 2019

Stellungnahme von Manni Maier, Sprecher für Energie und Verkehr:

Am Freitag tagt das Klimakabinett unter dem Vorsitz der Kanzlerin. Das, was bislang durchgesickert ist an Maßnahmen, wird wohl kaum den Namen eines Klimaschutzkonzepts verdienen.

Viel deutet darauf hin, dass es noch mehr Autos auf den Straßen geben soll, plus 7 Mio. E-Mobile. Es wird keine CO2-Abgabe geben. Stattdessen wird es ein weiteres Dahingewurschtel sein. Wir brauchen aber eine vernünftige Politik, die auf wirkliche Nachhaltigkeit und Klimaschutz setzt und damit auf den Erhalt der Lebensgrundlagen.

Es braucht dringend die CO2-Abgabe in wirksamer Höhe. Der Ausbau der regenerativen Energiequellen muss wieder stark an Fahrt gewinnen, dagegen muss die Fahrt des motorisierten Individualverkehrs zurückgedrängt werden. Im öffentlichen Nahverkehr brauchen wir dringend einen Ausbau. Energieeffizienz und -einsparung müssen forciert werden. Die Landwirtschaft muss schnell auf eine biologische umgebaut und die Landwirte müssen dabei unterstützt werden. Die Massentierhaltung ist kein gangbarer Weg.

Es ist nur logisch, was getan werden müsste – und zwar jetzt.

Mit diesem Wissen gehen am Freitag wieder mehrere Hunderttausend Menschen auf die Straße, um für eine entschiedene Klimaschutzpolitik zu kämpfen. Es ist der globale Klimastreiktag. In Deutschland werden in über 450 Städten und Gemeinden Kundgebungen und Demos stattfinden und Menschenketten gebildet werden. Diesmal demonstrieren nicht nur Kinder und Jugendliche, dieses Mal zeigen alle, wie wichtig es ist, das Klima zu schützen. Jetzt.

mut steht voll und ganz hinter den Forderungen der Fridays-for-future-Bewegung und wird an vielen Orten mit auf der Straße sein.

Machen auch Sie mit! Macht auch Ihr mit!


Nürnberger Land: Eine Frau will auf den Laufer Bürgermeistersessel

Isabel Krieger berichtet auf N-Land.de über die Kandidatur von Christine Deutschmann für das Bürgermeister*innenamt in Lauf an der Pegnitz:

Bunte Liste: Eine Frau will auf den Laufer Bürgermeistersessel

[…] Auch im Nürnberger Land spiegelt sich diese Entwicklung wider: Hier wird die Bunte Liste Bürgerdemokratie Nürnberger Land bei den Kommunalwahlen im März 2020 antreten. Für die Bürgermeisterwahl in Lauf schickt sie eine Frau ins Rennen: Christine Deutschmann, 51, von der 2017 gegründeten Partei mut will für den Chefsessel im Laufer Rathaus kandidieren. 199 Unterstützer braucht sie dafür. […]

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