Manni Maier

Ich bin Manni Maier, in Gröbenzell aufgewachsen und bin über einige Umwege (Jamaica, Australien, Landkreis Miesbach) vor etwa 5 Jahren als Klimaschutzmanager der Stadt nach Rosenheim gezogen. Diese Funktion ist beendet.

Bereits während meines Studiums hat mich das „Solarvirus“ gepackt. Wir haben schon sehr früh in Fürstenfeldbruck einen Solarverein, den Sonnenkraft FFB e.V. gegründet. Mit diesem Verein hatten wir u.a. den Antrag auf kostendeckende Vergütung (kV) für Solarstrom, eine Vorstufe des späteren Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) an den Stadtrat erfolgreich gestellt. Seither hab ich bei der Planung und Ausführung vieler regenerativer Energieanlagen mitwirken dürfen.

Ich war früher ein begeisterter Greenpeace-Aktivist und immer stolz auf meine parteipolitische Unabhängigkeit. Die politische Gemengelage der letzten drei bis vier Jahre allerdings haben mich bewogen, mich auch parteipolitisch einzubringen. Dieser unfassbare Rechtsruck, das Fallenlassen, aller für diese schöne und offene Gesellschaft erreichten Freiheiten, das erneute Aufflammen der ewig-konservativen Bremser und (verbalen) Zündler haben mir keine andere Wahl gelassen. Trotz relativ breitem Parteienspektrum gibt es für mich einzig mut als Partei, für die es sich lohnt einzutreten.

Energie – aus Sonne, Wind und Speicher

Die gängige Rede von der Alternativlosigkeit in der Politik ist im Grunde der Inbegriff von Anti-Politik – denn es gibt immer mehrere Möglichkeiten, Gesellschaft zu gestalten. Um sich für die Zukunft die Möglichkeit einer politischen Gestaltung von Gesellschaft aber überhaupt zu bewahren, ist eines in der Tat ohne Alternative: Die natürlichen Grundlagen menschlichen Lebens müssen geschützt und bewahrt werden. Die erst halbherzig begonnene Energiewende muss jetzt systematisch angegangen und gefördert werden, der schnelle, unumkehrbare Ausstieg aus der Nutzung von Atomkraft und fossilen Energieträgern ist ebenso eine  unabdingbare Voraussetzung wie der Einstieg in eine dezentrale Versorgung mit erneuerbaren Energien.

Nachhaltig leben zu wollen bedeutet, den Ausbau regenerativer Energien bis zur schnellstmöglichen Vollversorgung voranzutreiben. Dabei streben alle Regionen einen höchstmöglichen Grad an Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien an, die dezentrale Produktion von Strom und Wärme garantiert die Leistungsfähigkeit einer  alternativen Energieversorgung der Zukunft. Sie reduziert massiv die Schadstoffbelastung unserer Luft und ist damit die einzig richtige Antwort auf die Klimakatastrophe und die deutschen nicht eingehaltenen Verpflichtungen zum Klimaschutz. Die Gefahr einer irreversiblen Schädigung des globalen ökologischen Gleichgewichts wird reduziert, hunderttausendfach auftretende, schadstoffbedingte Krankheiten und Todesfälle könnten vermieden werden.

Gegenwärtig findet die Energiewende weitgehend ohne Unterstützung durch die Bundesregierung und die bayerische Staatsregierung statt. Mittlerweile wird selbst dort eingeräumt, dass Deutschland und Bayern zu Nachzüglern in Sachen Klimaschutz geworden sind. Kommunal und regional sind jedoch bereits unzählige Einzelmaßnahmen in Angriff genommen und erfolgreich umgesetzt worden, viele Städte und Gemeinden, Landkreise und Organisationen verfügen über hervorragend ausgearbeitete Klimaschutzkonzepte.

Diese Pläne müssen durch die künftige Staatsregierung massiv gefördert, umgesetzt und
ausgebaut werden. All dies nicht nur zum Schutz unserer eigenen Lebensgrundlagen. Das herrschende fossile Energieregime ist ein gigantischer globaler Konflikttreiber, es befördert systematisch politische Korruption und ökonomischen Stillstand in anderen Weltregionen. Der
Klimawandel ist zudem ein Grund für Flucht. Bayern steht dabei in der Verantwortung gegen den globalen Klimawandel, eine regionale Nachhaltigkeitsstrategie alleine hält den globalen Klimawandel nicht auf.

mut steht für:

  • die Einrichtung einer landesweiten und ressortübergreifenden Koordinierungsstelle „Energiewende“ in der Staatsregierung,
  • die landesweite Förderung von Photovoltaik, Solarthermie, Windkraft, Kraft- Wärme-Kopplung und dezentralen Energiespeichern,
  • eine massive Förderung von Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs, u. a. durch Gebäudesanierung und Förderung geeigneter Technologien zum Energiesparen,
  • den konsequenten Einsatz für die Einführung einer nationalen CO2-Abgabe auf Treibhausgase,
  • energieeffiziente Biomasseanlagen unter Ausschluss der Förderung von Monokulturen,
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  • die Abschaffung verbilligten Stroms für Industrie, stattdessen deren Verpflichtung zum Einsatz regenerativer Energien und Energiegewinnung,
  • die sofortige Abschaffung der 10h-Regelung, die den Ausbau der Windkraft in Bayern zum Erliegen gebracht hat,
  • den Verzicht auf HGÜ-Trassen (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) durch Bayern und Deutschland,
  • die Sicherstellung transparenter und sozialverträglicher Produktionsbedingungen und Lieferketten beim Import der für die Energiewende benötigten Rohstoffe,
  • den Grundsatz, dass Energiesparen Vorrang hat vor der Entwicklung neuer Energiequellen.

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