Offener mut-Tisch in Bamberg

Wir laden ein zum offenen mut-Tisch in Bamberg.

Unser Thema: „Armut in Zeiten der Klimakrise, Ursachen, Fakten und Instrumente der Überwindung“.

Ihr wollt mut kennenlernen? Ihr seid auch der Meinung, dass es so nicht weitergehen kann, dass sich die Dinge grundlegend ändern müssen? Ihr wollt euch einsetzen für den Erhalt der Lebensgrundlagen, für die Rechte von Menschen, die diskriminiert, entrechtet und entwürdigt werden?

Ihr seid neugierig und interessiert? Dann schaut doch mal vorbei, lernt uns kennen und diskutiert mit uns. Wir freuen uns auf euch!

Wir sehen uns am 18. Oktober ab 20 Uhr im Cafe Esspress, Austraße 33, 96047 Bamberg.

Einlassvorbehalt für unsere Veranstaltungen

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, homo- / transphobe oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.


Mein Weg zu mut – Anna

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?

Heute stellen wir Euch Anna Schweda  vor – die Erziehungswissenschaftlerin ist, mit Claudia Stamm zusammen, Sprecherin für Familie, Partizipation von Kindern und Jugendlichen, sowie Sprecherin für Frauen. Anna ist seit Herbst 2017 bei mut.

Ihre Schwerpunkte sind:

  • Partizipation und Teilhabe junger Menschen,
  • Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut und
  • sozialer Ungleichheit(en).
  • Frauenpolitik und Geschlechtergerechtigkeit

Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir schon gezeigt [Mein Weg zu mut – alle Geschichten] Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen:

Anna Schweda, 38

Als ich von der Gründung von mut gehört hatte, war das ein Hoffnungsschimmer! Dass die Achtung der Menschenwürde so stark in das Zentrum jeglichen politischen Handelns gestellt wird – unabhängig von kultureller oder sozialer Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung – so vehement hatte ich das noch bei keiner Partei gesehen.

Eher rück(t)e die Politik ja gerade in vielerlei Hinsicht davon ab. Ich fragte mich, ob das denn endlich eine Partei ist, die das auch ernst meint und lebt und dachte mir, das könne ich am besten herausfinden, indem ich mitmache.

Es war dann auch genau das Menschliche in den politischen Zielen, aber auch untereinander, das mich dabeibleiben ließ.

Doch mein Leben änderte sich bald darauf schlagartig nach einem Unfall in der Familie. Ich musste von einem Tag auf den anderen viel Pflegearbeit leisten und war kurz davor bei mut auszusteigen, weil ich die Schwerpunkte erst mal anders setzen musste.

Doch was geschah – die Partei ließ mich nicht gehen und im Nachhinein bin ich sehr froh darüber.

Gerade Frauen, die Erziehungs- und/oder Fürsorgearbeit leisten, müssen vieles hintenanstellen: Beruf, Politik – das ist mit vielen familiären Aufgaben, die in unserer Gesellschaft überwiegend Frauen leisten, nicht vereinbar.

Ich bin froh, dass mut mich „dabei gehalten“ hat, denn nach einer Weile konnte und wollte ich wieder politisch tätig werden. Mir ist aber klar, dass viele Frauen durch gesellschaftliche Stereotype und Strukturen daran gehindert werden, ihre Selbstbestimmtheit und Rechte gleichberechtigt leben zu können.

Ich kämpfe dafür, dass diese Hürden abgebaut werden und Gechlechtergerechtigkeit endlich umgesetzt wird. Geschlechtergerechtigkeit bezieht sich für mich dabei unbedingt auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und das Recht eines jeden Menschen auf ein Leben frei von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt.

Das umfasst geschlechtergerechte Sprache und Erziehung, die Besetzung von Stellen und Gremien, Lohngerechtigkeit und die gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen.

Demokratie geht nur geschlechtergerecht!


 

Mein Weg zu mut – Frank

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
„mut – ach, davon hab‘ ich noch nie was gehört“ oder „mut, davon habe ich erst nach der Landtagswahl gehört“ so oder so, das haben wir hundertfach gehört.
Dabei sind gerade rund um die Wahl und nach der Wahl tolle Menschen bei uns in die Partei eingetreten. Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut]

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:
Heute Frank Krieg aus der Oberpfalz:

Frank Krieg, 54

Man wird einfach älter und weiser und interessiert sich mehr und mehr für die Hintergründe, warum manche Dinge obwohl sie total verkehrt laufen auch über längere Zeit nicht geändert werden. So entschied ich mich, Politik und die Politiker mal genauer zu beobachten. Aber nach langer Recherche, musste ich für mich feststellen, dass die Gründe für diese Probleme nicht nur in der Regierung liegen. Keine Partei schien eine Lösung parat zu haben.

Einige davon machten genau das Gegenteil andere wiederum versprachen Sachen die sie nicht einhalten konnten, wieder andere wollten die Probleme zwar beseitigen verursachten aber neue dafür.

Eines Tages hörte ich Claudia Stamm im Fernsehen und ich dachte “diese Frau spricht mir aus der Seele!”  Ich wusste, dass die Partei mut sehr klein ist und sehr neu aber das bleibt ja nicht so. Bevor ich eine Partei unterstütze die in den meisten Dingen nicht meiner Meinung ist, unterstütze ich lieber eine Partei die meine Ansichten teilt und unterstütze sie so gut ich kann.

Endgültig habe ich mich entschlossen der Partei beizutreten, als ich mitbekommen habe, dass eine ganz liebe und super integrierte Familie aus der Ukraine obwohl sie sich nichts zu Schulden gekommen lassen haben und nie vom deutschen Staat Geld genommen haben abgeschoben werden sollten. Dagegen musste ich einfach etwas unternehmen und zwar aktiv.

Durch einen Unfall beziehe ich selbst H4, wie so viele aus diesen und anderen Gründen. mut hat auch dafür gute Lösungsvorschläge und deshalb, aber nicht nur, habe ich mich für einen Beitritt entschlossen.

In 20 Jahren will ich  Bundeskanzlerin werden! 😉 Aber falls ich in 20 Jahren noch lebe, wäre es schön, wenn die Welt ein wenig grüner wäre, die Menschen nicht mehr so viel Unterschiede machen würden zwischen den Geschlechtern, der Hautfarbe oder der Herkunft.

Weiterhin wäre es natürlich toll wenn die Reichen so viel Geld an die Armen geben würden, dass Niemand mehr Hunger leiden muss. Dass genug Geld da ist wissen wir ja schon, es ist nur eine Frage der Aufteilung.

Wir müssen aufhören arme Länder noch ärmer zu machen indem wir aufhören sie ausbeuten.  Damit wären auch Fluchtursachen beseitigt.

Auch wäre es schön wenn in 20 Jahren Frieden herrschen würde. Die Klimakrise, die Natur, der Mensch ist wohl das letzte Thema…

Ich denke, es gibt nur eine Lösung des Problems und zwar um unsere Kinder und Enkelkinder Willen, sofort damit aufzuhören weiter unserem Planeten mit Ausbeutung, Abgasen, Abfällen, Plastik und so weiter zu zerstören.

Es gibt genügend Alternativen, aber auch hier liegt das Problem, dass man einzig aus finanziellen Gründen notwendige Änderungen um unser Klima und unseren Planeten zu erhalten, immer weiter hinauszögert.

Seit ich bei mut bin, und das auch in den sozialen Medien veröffentlicht hab, habe ich gemerkt dass immer mehr Leute sich auch für diese Partei interessieren, und auch meine Meinung für richtig halten und unterstützen. Und das macht mutig.

Schön zu sehen, dass alle, beziehungsweise fast alle, Schauspieler, Musiker, und andere Künstler ebenfalls die gleichen beziehungsweise ähnliche Einstellungen haben. Fast alle Künstler sind Menschenfreunde, so wie ich.

Von klein auf war ich schon immer ein Mensch der Gerechtigkeit liebte und Unterdrückung hasste. D.h. ich war eigentlich schon immer mutig, wenn es notwendig war beziehungsweise wenn ich sah, dass mich jemand brauchte weil er in Not ist. Da habe ich nie vorher überlegt, sondern zuerst gehandelt und später überlegt ha ha! Und oft hab ich mir später gedacht das war ganz schön verrückt was du da gemacht hast aber gut es musste halt sein.

Mutige Vorbilder? Ja viele, ich liebe Helden, aber wer tut das nicht. Allerdings mein Lieblings Held war immer schon Robin Hood, weil er das Geld der Reichen nahm und es den Armen gab.

Ich bin Künstler mit vielen Talenten. Entschieden habe ich mich aber für die Schauspielerei und die Musik. Darüber hinaus bin ich ein guter Heimwerker, ein fast guter Hausmann, male und bastle gerne, nähen und kochen ist ein Hobby von mir.  


 

Aktion am Mariahilfplatz: mut schafft Platz

Wem gehört die Stadt? Wo bleiben die, die sich keinen „exklusiven Wohnkomfort an außergewöhnlichem Ort“ leisten können? Wo die, von deren Gehalt immer weniger bleibt, wenn die Miete gezahlt ist, wo die, die erfolglos nach einer bezahlbaren Wohnung suchen? Wo wohnen die Polizistin, der Bäckereiverkäufer, die Supermarktangestellte?

mut holt sich die Stadt zurück. Nutzen wir den vorhanden Platz, statt öffentlichen Grund an den meistbietenden Investor zu vergeben, dessen Renditeerwartungen nur befriedigt werden können, wenn immer weitere Luxusquartiere geschaffen werden.

Wenn wir nicht handeln, dann bleibt kein Platz mehr für eine lebendige Stadtgesellschaft. Kein Platz für die, die keine Spitzengehälter verdienen oder Vermögen haben, aber die Stadt am Laufen halten.

Noch ist es nicht so weit, noch entstehen keine Favelas am Isarhochufer. Aber wir zeigen schon mal, wie das aussieht – und lassen am

➡️ 08.06.2018 ab 16:00 Uhr bis circa 17:30 Uhr
➡️ am Mariahilfplatz / Gebsattelstraße

eine Favelahütte entstehen. Für musikalische Unterstützung von der spontan gegründeten Band „The Bayernheim“ ist gesorgt.


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