Tempolimit – es gibt Schlimmeres

Unser Mitglied und Sprecher für Verkehr Dietmar Hölscher hat sich Gedanken zum Tempolimit gemacht. Sein Fazit: Es gibt Schlimmeres.

Es geht mal wieder ein Raunen durch den Blätterwald. Eine Expertenkommission des Bundesverkehrsministeriums fordert etwas, was unausweichlich ist, und vergisst das, was nötig ist. Soweit nichts Neues.

Der Aufreger schlechthin ist natürlich wieder die Forderung nach einem Tempolimit auf den Autobahnen. Was anderswo längst selbstverständlich ist, sorgt in Deutschland immer noch zuverlässig für Empörung.

Auch der ADAC meldet sich wieder mit seltsamen Berechnungen zu Wort. Lediglich 0,5% am Gesamt-CO2-Ausstoß soll das Tempolimit bringen.

Lediglich? Es wäre immerhin ein Drittel der derzeit jährlich angestrebten CO2-Einsparung. Das ist kein „lediglich“, das ist eine ganze Menge. Und dafür muss nur ein kleiner Teil der Autofahrer auf einem kleinen Teil des Straßennetzes  unter einer gewissen Geschwindigkeit bleiben. Bereits jetzt besteht auf vielen Autobahnstrecken ein Tempolimit.

Warum also haben wir ein allgemeines Limit von 130 km/h nicht schon längst?

Die Forderungen nach einer Anhebung der Mineralölsteuer sind eigentlich nur logisch, dummerweise hat man die Alternativen vergessen. Natürlich ist eine Erhöhung des Benzinpreises sinnvoll. Benzin ist nicht teuer. Bahnfahren, Mieten, Lebensmittel, Autos, all das ist teuer. Benzin und Diesel sind billig. Zumindest billig genug, dass die meisten sich täglich eigentlich unsinnige Fahrten leisten können und trotzdem noch was über bleibt.

Dummerweise will man die neuen Einnahmen in den Ausbau der Elektromobilität stecken, eine Antriebsart, die derzeit noch mehr Emissionen verursacht als ein Verbrenner. Sinnvoller wäre es, das Geld in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu investieren, inkl. einer Senkung der Fahrpreise, so dass künftig weniger Pendler auf die Nutzung des Autos angewiesen sind. Und ein Ausgleich für Menschen, die tatsächlich weiterhin auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, sollte auch nicht vergessen werden. So wichtig eine Umsteuerung des Verkehrs ist, er darf nicht auf Kosten der Schwachen durchgeführt werden.

Wenn man tatsächlich mehr Elektromobilität will, sollte man sich zunächst mal Gedanken über eine umweltfreundliche Stromerzeugung und das Recycling von Akkus machen. Zwei Faktoren, die die schöne Welt des Elektroautos noch in einem doch recht trüben Licht erscheinen lassen.

Und für ein Tempolimit sprechen nicht nur die Einhaltung der Klimaziele, sondern auch das entspanntere Fahren mit weniger schweren Unfällen. Deswegen gibt es ja schon reichlich Limits auf deutschen Autobahnen. Solange man sie einfach nur macht, statt drüber zu reden, sind Tempolimits dann wohl doch nicht so aufregend.


 

Einladung zum mut-Stammtisch in München

München im Stau – mutige Konzepte gegen den Verkehrsinfarkt

Die Stadt München und das Umland ersticken im Verkehr. Der Luise-Kieselbach-Tunnel im Münchner Süden hat fast 400 Millionen Euro gekostet, trotzdem staut sich der Verkehr dort fast jeden Tag. Dietmar Hölscher, verkehrspolitischer Sprecher und Direktkandidat für München-Moosach stellt das Programm von mut zum Thema Verkehr vor. Auch andere Kandidaten sind vor Ort stehen zum Kennenlernen und für Diskussionen bereit.

Wir freuen uns auf Sie/Euch!

Datum: Montag, 17.9.2018
Uhrzeit: 19:30 – 21:30
Ort: Hofbräuhaus München, Platzl 9, 80331 München, Erkerbar im 1.Stock

Einlassvorbehalt

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, homo- / transphobe oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Partei mut bekommt Zuwachs: Ehemaliger Landesvorsitzender der Piraten wird Mitglied bei mut

Pressemitteilung vom 8. Dezember 2017

Die Vorsitzende von mut – Claudia Stamm – freut sich, der Öffentlichkeit im Advent jede Woche ein neues Mitglied vorstellen zu können. Letzte Woche war dies Axel Hochrein, Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD),  diese Woche ist es der ehemalige Landesvorsitzende der bayerischen Piraten, Dietmar Hölscher. Weiterlesen „Partei mut bekommt Zuwachs: Ehemaliger Landesvorsitzender der Piraten wird Mitglied bei mut“

Süddeutsche Zeitung, 08. Dezember 2017: Die Partei „mut“ der ehemaligen Grünen-Landtagsabgeordneten Claudia Stamm bekommt Zuwachs. Der ehemalige Landesvorsitzende der Piraten, Dietmar Hölscher, sei nun zusätzlich „mut“ beigetreten, wie die Partei mitteilte.

> Den ganzen Bericht lesen

Betrieben von WordPress | Theme: Baskerville 2 von Anders Noren.

Nach oben ↑