Fridays for Future

Unser Themensprecher Manni Maier zu den „Fridays for Future“ Protesten:

”Während im Wirtschaftsministerium – alleine das grenzt schon an eine Farce – die Kohlekommission tagt und vielleicht aus ihrem bislang erarbeiteten Entwurf einen Abschlussbericht macht, gingen wieder viele tausend Kinder und Jugendliche, die heute eigentlich Schule hätten, auf die Straße, um für das Klima und damit für ihre Zukunft zu demonstrieren.
Zur Umsetzung des Kohleausstiegs steht im Entwurf „empfiehlt die Kommission freiwillige Maßnahmen“ der Kohlelobby.
Meine 15 jährige Tochter meinte: „Das ist unglaublich, das ist als ob man Porsche bestimmen lassen würde, wie hoch das dringend überfällige Tempolimit auf den Autobahnen sein soll oder einen Metzger zu beauftragen, einen Plan zu weniger Fleischkonsum auszuarbeiten!“
Während heute in Berlin über etwa 20.000 noch verbliebene, schmutzige Dinosaurier-Arbeitsplätze in Braun- und Steinkohle beraten wird, sind im Bereich der erneuerbaren Energien durch die starken Einschnitte der Regierung, egal in welcher farblichen Koalition der letzten 13 Jahre, und der bayerischen Regierung mit ihrer unsäglichen 10-H-Regelung für Windkraftanlagen, ein Vielfaches an zukunftsfähigen, sauberen Arbeitsplätze verloren gegangen und viele Fachkräfte und Firmen in den Ruin oder zur Abwanderung ins Ausland getrieben worden.
mut steht für klare Schritte hin zum verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien in ihrer breiten Vielfalt.
Dazu gehört endlich wieder ein verstärkter Aus- und Zubau von Solaranlagen, eine Streichung der 10-H-Regelung in Bayern und viele weitere Möglichkeiten hin zu einer schnellen Energiewende.”


Das (Landtagswahl-) Programm von mut

Deutsche Webpräsenz von Fridays for Future

Internationale Webpräsenz von Fridays for Future


 

Energiewende statt HGÜ Monstertrassen

Interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen gestern an der Veranstaltung des Bayreuther Teams von Mut Bayern zum Thema  „Energiewende dezentral und demokratisch – Nein zu den HGÜ-Trassen!“ in Bayreuth teil.

Maria Estl aus Pullenreuth, die schon lange gegen den Bau der HGÜ-Leitungen (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, mehr bei Wikipedia) aktiv ist, zeigte auf, dass die geplanten Leitungen auch dreckigen Braunkohle Strom transportieren würden und letztlich nur den Profitinteressen der großen Stromkonzerne dienen.

Auch die von der Bundesregierung initiierten Bürgerdialoge als Form der Bürgerbeteiligung würden letztendlich nur dazu dienen, Zustimmung für den Trassenbau zu organisieren. Das was die Bürgerinnen und Bürger wollen, würde nicht berücksichtigt.

Die Energiewende mit der Umstellung auf 100% erneuerbare Energien könne aber nur gelingen, wenn diese dezentral und bürgernah erfolge.

Um zu gewährleisten, dass die Produktion und Bereitstellung von Energie wieder Teil der Daseinsvorsorge werde, müsste die Entmachtung der großen Energiekonzerne erfolgen.

In der sich anschließenden Diskussion ging es vorrangig um die Probleme der Speicherung erneuerbarer Energien. Einigkeit bestand darin, das die 10h Regelung für den Bau von Windanlagen beseitigt werden und der Ausbau der erneuerbaren Energien, sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung zügig vorangetrieben werden müssen, um die HGÜ-Leitungen überflüssig zu machen.

Kritisch sah Arno Pfaffenberger, Beauftragter von mut für Oberfranken, die Rolle der Freien Wähler und speziell von Hubert Aiwanger ihrem Vorsitzenden.

„Aiwanger hat sich im Landtagswahlkampf als großer Gegner der HGÜ-Trassen und der 10h Regelung  inszeniert, in den Koalitionsverhandlungen mit der CSU diese Forderungen aber schnell geopfert“, so Pfaffenberger.


Mehr von Maria Estl auf stromautobahn.de.

Einen Statement zum Koalitionsvertrag von unserem Themensprecher Manni Maier finden Sie hier: Energie- und Klimaschutz – Kommentar zum Koalitionsvertrag


 

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