Stephan Lessenich im Deutschlandfunk Kultur über Solidarität und Unterstützung per Mausklick

Unser Vorsitzender Stephan Lessenich im Gespräch mit Liane von Billerbeck im Deutschlandfunk Kultur:

Soziologe über Unterstützung per Mausklick„Solidarität ist Arbeit“

Für das solidarische Handeln sei die Digitalisierung „wirklich ein Problem“, sagt der Soziologe Stephan Lessenich. Ein Klick in den sozialen Medien schaffe noch kein gemeinsames Handeln gegen einen Missstand.

weiterlesen oder Podcast hören


 

Mein Weg zu mut – Andrea

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
„mut – ach, davon hab‘ ich noch nie was gehört“ oder „mut, davon habe ich erst nach der Landtagswahl gehört“ so oder so, das haben wir hundertfach gehört.
Dabei sind gerade rund um die Wahl und nach der Wahl tolle Menschen bei uns in die Partei eingetreten. Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut]

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Andrea Bullmer, 68

StDin.a.D. Fächer Mathematik und Physik.
Geschlecht ist nicht bipolar (männlich-weiblich), sondern ein Spektrum.

Dass ich transsexuell, also mit unpassenden Genitalien, geboren wurde, veränderte mein Leben entscheidend. Seit der Nachkriegszeit stehen Menschen wie ich, wenn sie ihre Anlage nicht gut verstecken, im Abseits.  

Vielleicht lebte ich deshalb weniger unbeschwert, beobachtete die Umgebung genauer und dachte intensiver über vieles nach. – Auch durch den Unterricht am Gymnasium, durch die 12 Jahre Unterricht in der Psychiatrie wurden für mich Menschenwürde und Menschenrechte zentral.  

Sensibel reagiere ich, wenn Menschen, aus welchen Gründen auch immer, ausgegrenzt werden. Für „Randgruppen“ hat unsere Gesellschaft aber leider wenig Verständnis.

Mit Geschichte und Politik beschäftigte ich mich stets intensiv. Bei politischen Parteien geht es oft um Slogans, um Macht und selten um Menschen. Im Gegensatz dazu sind für mich der einzelne Mensch und seine Bedürfnisse zentral. Im Berufsleben war ich in einigen Organisationen aktiv. Im Bayerischen Philologenverband bin ich seit 1980 Mitglied und war Jahrzehnte aktiv. Da sich meine Werte mit denen politischer Parteien nur teilweise deckten, blieb ich aber Wechselwählerin und trat nie in einer Partei ein.  

Im August 2017, kurz nach der Gründung von mut, sah ich beim CSD in Nürnberg Ralph Hofmann, den ich seit Jahren kannte und schätzte. Er saß am mut-Stand, dort redete ich mit Werner Gaßner, traf Claudia Stamm und nahm den Queer Flyer mit. (Mein Herzenswunsch wäre, zu erleben, dass auch wir, Menschen mit Transsexualität und Intersexualität, für alle normal, wie alle anderen, sind.) Zu Hause entdeckte ich die Unterschriften einiger, auf dem Flyer abgebildeten, Personen auf der „Stuttgarter Erklärung“. Da informierte ich mich genauer, war begeistert und trat sofort bei.

Menschenwürde, Menschenrechte für jeden(!) Menschen, das war ja immer mein Ziel. -> So wurde ich Mitglied Nummer 50.

Die folgenden mut-Aktivitäten, besonders im Jahr 2018, bereicherten mein Leben. Um Ziele zu erreichen, ist gerade bei „Randgruppen“, Sichtbarkeit unverzichtbar, das weiß ich.

So ging ich zu Demonstrationen, war an Info-Ständen, sammelte Unterschriften… – Dass ich in Nürnberg Ost, ausgerechnet dem Stimmkreis von MP Dr. Söder, Direktkandidatin für mut war, freute mich sehr.  Neben vieler wichtiger Ziele (vg. Parteiprogramm) die ich alle unterstütze, konnte ich durch mein öffentliches Auftreten auch zur Anerkennung von Menschen mit Transsexualität beitragen. – Dass ich mit sämtlichen Zielen von mut einverstanden bin und mich beim 1. Parteitag sogar einbringen konnte, freut mich. — 2018 wurde so,  auch für mich persönlich, ein schönes und erfolgreiches Jahr. 


Mein Slogan beim CSD „Jeder Mensch ist anders! Die Vielfalt ist unsere Stärke!“ 

Bei Twitter schrieb ich -> Menschenwürde gilt für alle Menschen! – Menschenrechte auch bei Intersexualität, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit psychischen Erkrankungen!

Wenn wir Schritte in diese Richtung gehen könnten, wenn irgendwann Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht usw. keine Rolle spielen und die Menschenrechte für alle Menschen verwirklicht würden, wäre ich sehr glücklich. –> #StandUp4HumanRights  – #MeQueer – #wirsindmehr – #niewieder 

Menschen sind verschieden, aber  „Jeder Mensch ist wertvoll!“

 

Demo „Bayern bleibt bunt“ in Regensburg mit Infostand

GEGEN DIE POLITIK DER ANGST UND DER AUSGRENZUNG

Nach dem großen Erfolg der Demo in München ruft „Bayern bleibt bunt“ zu einer weiteren Demonstration gegen die Politik der Angst auf:

Samstag, 6. Oktober 2018 // 15.00 Uhr
Neupfarrplatz in Regensburg

Ab 12:00 Uhr könnt  Eure bunten Plakate gestalten und beschriften! Lasst uns zusammen zeigen, dass Bayern bunt ist und bleibt!


Wir setzen ein Zeichen gegen den massiven Rechtsruck in der Gesellschaft, den Überwachungsstaat, die Einschränkung unserer Freiheit und Angriffe auf die Menschenrechte.

Weiterlesen „Demo „Bayern bleibt bunt“ in Regensburg mit Infostand“

Geplatzte Jamaika-Koalition: Patriotismus statt Klimaschutz?

Stephan Lessenich, Vorsitzender von mut zur geplatzen Jamaika-Koalition:

Die scheinbar unendlichen Berliner Sondierungen zur Jamaika-Koalition sind krachend zu Ende gegangen. Eine stabile Regierungsmehrheit im Bundestag ist nicht in Sicht. Wie die Dinge stehen, hat die FDP, die in nicht wenigen Fragen die Union rechts zu überholen versuchte, mit ihrem Ausstieg aus den Verhandlungen insbesondere den Grünen einen großen Gefallen getan. Weiterlesen „Geplatzte Jamaika-Koalition: Patriotismus statt Klimaschutz?“

Kreativer Protest – ein Mittel im Umgang mit dem neuen Rechtspopulismus?

Jedes Jahr wird in München vor dem Christopher Street Day die „Pride Week“ mit vielen verschiedenen Veranstaltungen begangen. „Pride“ ist ein Begriff aus der queeren Bewegung, um den selbstachtenden und damit stolzen Umgang mit der eigenen sexuellen Identität zu beschreiben. Im Rahmen der diesjährigen Pride Week zeigte das City Kino am 10. Juli den Film:  „Rainbow on Tour – Kreativer Protest in der Ukraine“. Die Veranstaltung wurde von der Münchner Gruppe Munich Kyiv Queer organisiert. Die Gruppe, 2012 nach dem CSD in München entstanden, setzt sich speziell für die Menschenrechtssituation homo-, bi- und transsexueller Menschen in der Ukraine ein.

Ludmila Kyrylenko, Claudia Stamm, Naomi Lawrence und Conrad Breyer beim Gespräch im Münchner City Kino Ludmila Kyrylenko, Claudia Stamm, Naomi Lawrence und Conrad Breyer beim Gespräch im Münchner City Kino Weiterlesen „Kreativer Protest – ein Mittel im Umgang mit dem neuen Rechtspopulismus?“

Betrieben von WordPress | Theme: Baskerville 2 von Anders Noren.

Nach oben ↑