Guter Jahresanfang – mut gründet zweiten Bezirksverband

Das neue Jahr fängt für mut gut an, am 5.1.19 ist wieder ein Meilenstein für mut erreicht worden: In Kulmbach wurde der zweite Bezirksverband der Partei gegründet.

Christine Raithel und Arno Pfaffenberger sind die Vorsitzenden des neuen Bezirksverbandes Oberfranken.

Susanna Steinberg, Michaela Hüttner, Felicitas Leikauf, Marco Hübner und Dimitri Bennett ergänzen den Vorstand.

Leider konnte unsere Vorsitzende Claudia Stamm, aus verständlichen Gründen nicht dabei sein, hier ihre Worte zur Bezirksgründung, die uns alle bewegen und Verpflichtung sind:

„Liebe alle, liebe Oberfranken- mut-ige!

Es war einmal.., so könnte man wohl heute aus Anlass der Gründung des Bezirksverbandes Oberfranken beginnen. Denn vor einem Jahr, ziemlich genau vor einem Jahr fing die junge Partei mut an, Oberfranken zu erobern. Ein Podium in Arzberg führte mich zu einigen mut-igen, nicht alle von Anfang an ganz so mutig oder geoutet – aber das ist egal – Hauptsache im Hintergrund wurde für die gute Sache angepackt.

Am nächsten Tag dann der Stammtisch in Bayreuth, und ich glaube, wir hatten bei diesem Stammtisch bis zum heutigen Tag den größten Mitgliederzuwachs überhaupt bei einem Event.

Liebe alle, ich sprach gerade von der „guten Sache“. Die ist es – ich bin mir sicher.

Es braucht eine Politik, und damit eine neue politische Kraft, die radikal oder konsequent die Menschenwürde im Blick hat – und zwar die aller.

Als ich heute mit meinen Kindern von der Hütte zurückfuhr, war die Schlagzeile einer Nachricht: „Die EU konnte ihre Außengrenzen besser sichern.“

Man mag es nicht glauben, dass der Diskurs inzwischen so verschoben ist – dass dies eine Erfolgsmeldung ist – gleichzeitig sind eben vor dieser Grenze im vergangenen Jahr über 2.200 Menschen im Mittelmeer ertrunken – ein Massengrab vor unseren Augen. Und diese Zahl ist natürlich nicht korrekt, kann es gar nicht sein, weil es konnten ja nur Menschen gezählt werden, von denen wir es wissen.

Eine Erfolgsmeldung im Radio, bei seriösen Nachrichten, dass die EU die Außengrenze besser sichern konnte – wenn gleichzeitig 2 Boote von Nicht-Regierungsorganisationen mit gestrandeten und geretteten Geflüchteten keinen sicheren Hafen in Europa anlaufen dürfen.

Es braucht mut – mehr denn je, davon bin ich überzeugt. Und umso wichtiger ist es, dass wir als wachstumskritische Partei wachsen. Ja, wir müssen wachsen – gern von unten und organisch. Gern jetzt im Blick die Kommunalwahlen habend.

Aber es braucht uns, es braucht Mut, um wieder radikale Fragen zu stellen, um Themen zu benennen, die andere vergessen haben oder es nicht in ihren Life-Style passt.

Liebe alle, ich finde es genial – genau so: genial – wie stark Oberfranken ist, wie stark Ihr den Landtagswahlkampf gemeistert habt. Da gilt mein und der Dank des Vorstands auch vor allem den drei Direktkandidatinnen, aber vor allem auch Arno, der im Hintergrund immer wieder die Fäden zusammengehalten hat, der im Hintergrund geackert hat.

Ich finde es wundervoll, dass ich die meisten von Euch noch gar nicht kenne, weil das bedeutet, dass wir gewachsen sind! 

Es ist schade, dass ich heute nicht bei Euch sein kann, um unseren zweiten Bezirksverband zu gründen. Ich bin mir aber sicher, Ihr habt Verständnis dafür! Seit dem Sommer muss ich meine Prioritäten anders legen. Und da gehören die Schulferien so weit das geht den Kindern (- auch das gehört zu einer Politik, die den Menschen im Blick hat.)

Liebe alle, seid mut-ig und haut rein.

Es ist wichtig für uns von unten zu wachsen, organisch. Und genau das tut Ihr heute mit der Gründung des Bezirksverbands.

Ganz herzlich

Eure Claudia“


 

Mein Weg zu mut – Andrea

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
„mut – ach, davon hab‘ ich noch nie was gehört“ oder „mut, davon habe ich erst nach der Landtagswahl gehört“ so oder so, das haben wir hundertfach gehört.
Dabei sind gerade rund um die Wahl und nach der Wahl tolle Menschen bei uns in die Partei eingetreten. Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir Euch schon gezeigt [Mein Weg zu mut]

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen oder wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.

Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Andrea Bullmer, 68

StDin.a.D. Fächer Mathematik und Physik.
Geschlecht ist nicht bipolar (männlich-weiblich), sondern ein Spektrum.

Dass ich transsexuell, also mit unpassenden Genitalien, geboren wurde, veränderte mein Leben entscheidend. Seit der Nachkriegszeit stehen Menschen wie ich, wenn sie ihre Anlage nicht gut verstecken, im Abseits.  

Vielleicht lebte ich deshalb weniger unbeschwert, beobachtete die Umgebung genauer und dachte intensiver über vieles nach. – Auch durch den Unterricht am Gymnasium, durch die 12 Jahre Unterricht in der Psychiatrie wurden für mich Menschenwürde und Menschenrechte zentral.  

Sensibel reagiere ich, wenn Menschen, aus welchen Gründen auch immer, ausgegrenzt werden. Für „Randgruppen“ hat unsere Gesellschaft aber leider wenig Verständnis.

Mit Geschichte und Politik beschäftigte ich mich stets intensiv. Bei politischen Parteien geht es oft um Slogans, um Macht und selten um Menschen. Im Gegensatz dazu sind für mich der einzelne Mensch und seine Bedürfnisse zentral. Im Berufsleben war ich in einigen Organisationen aktiv. Im Bayerischen Philologenverband bin ich seit 1980 Mitglied und war Jahrzehnte aktiv. Da sich meine Werte mit denen politischer Parteien nur teilweise deckten, blieb ich aber Wechselwählerin und trat nie in einer Partei ein.  

Im August 2017, kurz nach der Gründung von mut, sah ich beim CSD in Nürnberg Ralph Hofmann, den ich seit Jahren kannte und schätzte. Er saß am mut-Stand, dort redete ich mit Werner Gaßner, traf Claudia Stamm und nahm den Queer Flyer mit. (Mein Herzenswunsch wäre, zu erleben, dass auch wir, Menschen mit Transsexualität und Intersexualität, für alle normal, wie alle anderen, sind.) Zu Hause entdeckte ich die Unterschriften einiger, auf dem Flyer abgebildeten, Personen auf der „Stuttgarter Erklärung“. Da informierte ich mich genauer, war begeistert und trat sofort bei.

Menschenwürde, Menschenrechte für jeden(!) Menschen, das war ja immer mein Ziel. -> So wurde ich Mitglied Nummer 50.

Die folgenden mut-Aktivitäten, besonders im Jahr 2018, bereicherten mein Leben. Um Ziele zu erreichen, ist gerade bei „Randgruppen“, Sichtbarkeit unverzichtbar, das weiß ich.

So ging ich zu Demonstrationen, war an Info-Ständen, sammelte Unterschriften… – Dass ich in Nürnberg Ost, ausgerechnet dem Stimmkreis von MP Dr. Söder, Direktkandidatin für mut war, freute mich sehr.  Neben vieler wichtiger Ziele (vg. Parteiprogramm) die ich alle unterstütze, konnte ich durch mein öffentliches Auftreten auch zur Anerkennung von Menschen mit Transsexualität beitragen. – Dass ich mit sämtlichen Zielen von mut einverstanden bin und mich beim 1. Parteitag sogar einbringen konnte, freut mich. — 2018 wurde so,  auch für mich persönlich, ein schönes und erfolgreiches Jahr. 


Mein Slogan beim CSD „Jeder Mensch ist anders! Die Vielfalt ist unsere Stärke!“ 

Bei Twitter schrieb ich -> Menschenwürde gilt für alle Menschen! – Menschenrechte auch bei Intersexualität, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit psychischen Erkrankungen!

Wenn wir Schritte in diese Richtung gehen könnten, wenn irgendwann Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht usw. keine Rolle spielen und die Menschenrechte für alle Menschen verwirklicht würden, wäre ich sehr glücklich. –> #StandUp4HumanRights  – #MeQueer – #wirsindmehr – #niewieder 

Menschen sind verschieden, aber  „Jeder Mensch ist wertvoll!“

 

Jetzt anmelden: mut-Stammtisch in Lauf an der Pegnitz

Am 23.02.2018 laden wir herzlich ein zum mut-Stammtisch in Lauf an der Pegnitz. Wir vom mut-Bezirksverband Mittelfranken wollen Ihnen und Euch die Ziele und Werte von mut als neue Partei vorstellen, die sich im Kern für Menschenwürde einsetzt.

Eine menschenwürdige Asylpolitik

Gerade in Bayern machen wir die Erfahrung, dass Menschenwürde in der Asylpolitk ein Fremdwort ist. Auseinandergerissene Familien, das Damoklesschwert der Abschiebungen, Arbeitsverbote, kein Zugang zu Integrationskursen, Fehlbelegung in Unterkünften: Das alles schafft Frustration bei Menschen, die endlich Halt suchen. Aber auch bei Unterstützenden und in den HelferInnenkreisen macht sich Frust breit.

Im Schwerpunkt möchten wir an diesem Abend mit Euch darüber debattieren, wie sich mut als neue Kraft in Bayern für eine menschenwürdige Asylpolitik einsetzen kann. Und wie wir durch gemeinsame politische Arbeit an diesem Ziel wieder Mut und Kraft schöpfen.

 

Datum: Freitag, 23.02.2018
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Restaurant Weißes Lamm, Marktplatz 19, 91207 Lauf an der Pegnitz, Nebenraum 1. Stock

Die Einladung richtet sich ausdrücklich auch an Nichtmitglieder.

Wir freuen uns, mit Euch zu debattieren und den Abend dann gemütlich ausklingen zu lassen.

Ihr und Euer Team von mut


Anmeldung abgeschlossen


Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, homo- / transphobe oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.


 

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