Idahobit – einen Tag, den es nicht mehr geben sollte (oder, der überflüssig sein sollte)

Ein Kommentar unserer Themensprecherin für „Gesellschaftliche Vielfalt“ Eva Apfl:

Heute ist internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit – kurz: Idahobit. Dies bedeutet nichts anderes als, dass wir füreinander einstehen müssen, Flagge und Gesicht zeigen. Ganz besonders wichtig ist dies in Zeiten von einer Krise, wie der diesen. Der Corona-Virus hat eine ganze Zeit lang das öffentliche Leben im Gesamten lahmgelegt. Immer noch hört man Sätze wie „die Gesellschaft steht still“ und „endlich einfach mal entspannen“ oder es ist von wohltuender Entschleunigung die Rede. Für viele Menschen ist Entschleunigung ein Privileg, da sie es sich schlicht nicht leisten können. 

Aber auch queere Menschen trifft der sogenannte Shut-Down oft hart, so vor allem junge queeren Menschen. Von der Situation für Queere in Geflüchetenunterkünften will ich erst gar nicht anfangen. Ja, es ist für uns alle eine Ausnahmesituation, aber die Community braucht uns! Vernetzungstreffen sind durch die Ausgangsbeschränkungen gar nicht möglich, wenn dann nur online. Die oft helfende Blase der Gleichgesinnten bricht plötzlich weg. Beratungsstellen können nicht besucht werden, nur per Telefon oder per Mail kann man sich Rat holen. Das ist nicht das Gleiche.Für Menschen mit sprachlichen Einschränkungen oder Behinderung ist das nahezu unmöglich. Mitunter sind vor allem  queere Jugendliche, Schüler*innen, Auszubildende über Wochen mit den Menschen unter einem Dach, die sie ablehnen oder gar misshandeln. Oder es können auch keine geplanten geschlechtsangleichende Operationen stattfinden. Das alles wirkt sich erheblich auf das seelische, psychische und physische Befinden aus. Was nun in Zeiten der Lockerungen der Beschränkungen wichtig ist?: Wir müssen genau hinschauen – weiterhin. Wir müssen immer und jederzeit auf die Belange von Queers und auf Diskriminierung aller Art hinweisen. Ebenso müssen Barrieren sowie eingefahrene heteronormative, patriarchale Systeme und Strukturen zerschlagen werden. 

Lasst uns vernetzen, kreativ werden, Flagge zeigen – nicht nur am IDAHOBIT! #mequeer


 

Queerer Stammtisch

Mehr mut – Mehr queer im Stadtrat !

mut lädt alle Interessierten herzlich zu einem bunten Abend um queere Themen ein :

–   was braucht es mehr an queeren Themen, Schwerpunkten, Einrichtungen in München

–   wie kann München mut-iger und bunter als grün-rosa für unsere queere Community sein

–   was wünscht Du Dir für Deine queere Community im Münchner Stadtrat

Unsere Kandidat*innen auf der mut-Stadtratsliste für ein buntes München & Miteinander laden ein – mit Drinks & Fingerfood zu einem geselligen Abend & Austausch !

Mit dabei sind u.a.:
Eva Apfl – Listenplatz 5
Claudia Stamm – Listenplatz 2
Leah Neukirchen – Listenplatz 23
Marion Ellen – Vorstand
Thorsten Geerken – Listenplatz 37
Pepe Rinderer  – Listenplatz 20

Datum: Dienstag, 10.03.2020
Zeit: 20:00 Uhr
Ort: TranslaTUM, kl. Auditorium, Einsteinstr. 25 (UBahn Max Weber Platz)

Weiterlesen „Queerer Stammtisch“

Mein Weg zu mut – Robert

Wer ist das? Die da bei mut mitmachen?
Heute stellen wir Euch Robert vor. Der Industriemechaniker ist aktives Mitglied in Landshut.
Wer steckt hinter mut? – Ein paar Beispiele haben wir schon gezeigt [Mein Weg zu mut – alle Geschichten].

Wir haben sie alle gefragt, was sie bewegt und was sie bewegen wollen:

Robert Forster, 45

Ich habe mich für eine Parteimitgliedschaft entschlossen, weil ich aktiv bei mut und allem Drum rum mitwirken will.
Politisch interessiert war ich schon immer. Zur Landtagswahl suchte ich nach einer für mich passenden Antwort, einer passenden Partei und besuchte eine Wahlveranstaltung von mut in Landshut.
Die Veranstaltung sagte mir sehr zu und ich war dann anschließend auf mehreren Stammtischen. Beim Wahlkampf half ich, ohne Mitglied zu sein, aktiv mit.
Am Wahltag trat ich dann online in die Partei ein.

Ich möchte mit mut dazu beitragen, dass in der Gesellschaft ein Umdenken stattfindet.

Durch mut habe ich sehr viele interessante Menschen kennengelernt und bin dadurch auch aktiver geworden.
Inzwischen habe ich in Landshut eigenständig Stammtische organisiert, habe zum Volksbegehren gegen das Artensterben einen Diskussionsabend organisiert und aktiv an Infoständen geholfen. Umwelt und Klimaschutz ist mir sehr wichtig.

Durch mut bin ich auch zum Verein „Queer in Niederbayern“ gekommen, dort bin ich seit Anfang an dabei und auch im Orga Team des ersten CSD in Niederbayern.

In meiner Freizeit spiele ich leidenschaftlich Steeldart in einem Verein, dessen Vorsitzender ich auch bin.


 

Koalitionsvertrag – ein Dokument des Stillstands

Koalitionsvertrag zwischen CSU und Freien Wählern – ein Dokument des Stillstands

Habemus Regierung: Zum ersten Mal gibt es in Bayern eine schwarz-orangene Koalition. Der Koalitionsvertrag zwischen CSU und Freien Wählern ist leider zu einem Dokument des Stillstands geworden. Ein „weiter so“ hilft aber weder den Bewohner*innen in Bayern noch werden bayerische Lösungsansätze für die globalen Probleme angegangen. In allen zukunftsrelevanten Themenbereichen bleibt der Vertrag schwammig und unkonkret. Und dass Begriffe wie Migration und Kriminalität in einem Satz genannt werden, zeigt welch Geistes Kind die neue Regierung ist.

Ein kurzes Statement von Claudia Stamm dazu:

„Der Koalitionsvertrag steht, und das, was bei den Verhandlungen herausgekommen ist, ist nichts andres als wir befürchtet haben. Frauen sind in der neuen Regierung unterrepräsentiert. Absurderweise muss die CSU dafür sorgen, dass in der Regierung irgendwie Frauen sind. Bei den Freien Wählern sieht es da zappenduster aus. Auch sonst, – wenn man vergleicht – was FW im Programm und Wahlkampf versprochen hat, und was jetzt umgesetzt wird – dort war von einem Aus für die Stromtrassen die Rede, von der Abschaffung der 10-H-Regelung für Windkraft, nichts davon ist im Vertrag wiederzufinden. Außer dem klassischen Familienbild scheinen keine anderen Lebensformen in Bayern zu existieren, denn queere Themen wurden einfach unter den Tisch fallen gelassen. Düster sieht es auch beim Thema Asyl aus. Menschlichkeit, Weltoffenheit und Nachhaltigkeit wird man von dieser Regierung nicht erwarten dürfen.“

Es braucht eine laute und vor allem klare Stimme auch außerhalb des Parlaments, die auf diese Missstände hinweist und für eine freiheitliche und vielfältige Demokratie einsteht. Dafür steht mut und dafür brauchen wir euch/Sie und eure/Ihre Unterstützung.

Die Zustimmung vor den Wahlen wie auch danach und unser eigener OptimisMut verlangen danach, weiter zu machen. Außerdem ist nach den Wahlen, ja vor den Wahlen. Für die Europawahlen treten wir dennoch nicht an, auch wenn diese sehr wichtig wären. Aber das schaffen wir kräftemäßig einfach nicht. Es ist wichtig, dass wir jetzt durchschnaufen und die Partei weiter strukturell aufbauen, unsere Positionen inhaltlich schärfen. Wenn hier jemand mitarbeiten will, dann bitte eine Mail an info@mut-bayern.de senden.

Trans der Norm – Talkabend Trans-Identität

* E I N T R I T T F R E I *

Thema: Trans-Identität
Medizin, Recht, Gesellschaft
gestern-heute-morgen

Hier wollen wir mit den Teilnehmer*innen ausgehend von gestern einen Blick in die Zukunft wagen. Zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Medizin, Recht, Gesellschaft, Religion sollen präsentiert werden.


Moderation:
Jula Böge
(Autorin, Bloggerin)

Frank Wesnitzer
(Trainer für Achtsamkeit und Selbstmitgefühl)

Gäste:
Werner Gaßner
(Themensprecher für die gesellschaftliche Vielfalt bei der Partei mut)

Shalina Kimpling
(Diplom-Sozialpädagogin)

Timo
(Queer politisch aktiv, Queer Franken)

Dr. Bernhard Liedl
(Chefarzt, Zentrum für Rekonstruktive Urogenitalchirugie, Urologische Klinik München-Plaegg)

Peter Steinhoff
(Sozial- und Diversityberater, Deutsche Post DHL)

Jane Thomas
(dgti – Deutsche Gesellschaft für Trans-Identität und Intersexualität; LSU – Lesben und Schwule in der Union)

Sandra Wißgott
(Gründerin und 1. Vorsitzende von Trans-Ident e. V.; Mitglied dgti – Deutsche Gesellschaft für Trans-Identität und Intersexualität)

Finn Wolfrum
(Pfarrer der Evangelischen Landeskirche, Veitshöchheim)

Projekt: QueerArt
Queer Franken in Kooperation mit Queer Culture Nürnberg e. V. und in Zusammenarbeit mit dem KUF im südpunkt
Mit Unterstützung des Menschenrechtsbüros der Stadt Nürnberg
„gefördert im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“


Der Zugang zur Veranstaltung ist barrierefrei möglich. Gebärdendolmetscher*innen sind vor Ort.

Einlassvorbehalt

Die Veranstalter behalten sich gem. Art 10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören oder der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.

Aus dem Landtag: Wann kommen endlich die Queer-Beauftragten?

Für alles gibt es in Bayern Beauftragte. Aber für eine Gruppe von Menschen, die teilweise immer noch unter Ausgrenzungen und Diskriminierung gibt es nichts: Für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intergeschlechtliche. Claudia Stamm, MdL, fordert in Ihrer Rede am 12.07.2018 im bayerischen Landtag: Die bayerische Regierung muss endlich handeln und Queer-Beauftragte einsetzen! Weiterlesen „Aus dem Landtag: Wann kommen endlich die Queer-Beauftragten?“

Queeres Vernetzungstreffen von und mit Claudia Stamm

Queeres Vernetzungstreffen am 13. Juli, das Original von und mit Claudia Stamm im Bayerischen Landtag.


Liebe queere Community,
bewährte Traditionen sollten gepflegt werden, deshalb gibt es in diesem Jahr wieder das originale queerpolitische Vernetzungstreffen von und mit Claudia Stamm. Kommt am 13. Juli um 19 Uhr in den Landtag!
Claudia wird mit spannenden Gästen über die aktuelle Situation der queeren Lebensweise und Lebenswirklichkeit nach einem Jahr der Ehe für alle sprechen:

  • Andrea Bullmer – Studiendirektorin iR, Direktkandidatin für mut Bayern
  • Stephanie Gerlach – Mitarbeiterin im Regenbogenfamilienzentrum
  • Sylva Häutle – Festivalleitung beim Queeren Filmfest München
  • Pascal Nissing – Vorstand bei diversity München
  • Moderation: Stephan Pflaum – Direktkandidat für mut Bayern und in der Szene für die Rainbow Refugees aktiv

Dürfen wir uns über das Erreichte freuen dürfen oder sollten wir uns vor dem Roll-back in Politik und Gesellschaft fürchten? Denn der Rechtspopulismus wird in Europa, in Deutschland und gerade auch in Bayern immer stärker. Homo- und transphobe Tendenzen werden wieder gesellschaftsfähig.

Im Anschluss an die Diskussion bleibt genügend Zeit für Vernetzung und Austausch, und wie es die Tradition verlangt, ist für Unterhaltung auch gesorgt, in diesem Jahr leider ohne Ralf König.

Das Team und Claudia freuen sich auf einen spannenden Abend mit Euch.


Anmeldung bitte unter: buero@stamm-bayern.de

Queere Stadtführung mit Claudia Stamm und Albert Knoll

Aus der Geschichte lernen: queere Stadtführung mit Claudia Stamm (MdL) und Albert Knoll (Forum Homosexualität München) am 07. Juli um 14 Uhr.


Auf diesem etwas anderen Stadtspaziergang wird Albert Knoll die geschichtsträchtigen Orte der queeren Community und das Mahnmal für die in der NS-Zeit verfolgten Schwulen und Lesben am Oberanger ansteuern. Neben der Verfolgung in der NS-Zeit wird aber auch die Lebenssituation und der Kampf der queeren Community für Gleichstellung und Akzeptanz bis in die Neuzeit thematisiert.


Der Stadtspaziergang beginnt am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz (14:00 Uhr) und endet am lesbischen Beratungszentrum (LeTRA) in der Angertorstraße. Hier können die TeilnehmerInnen auf dem größten lesbischen Straßenfest Bayerns mit Claudia Stamm ins Gespräch kommen und gemeinsam den Beginn der Pride-Week feiern.


Anmeldung bitte unter: buero@stamm-bayern.de

 

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