Claudia Stamm zur Woche gegen Rassismus

Die Vorsitzende von mut Claudia Stamm äußert sich auf ihrer Homepage zur Woche gegen Rassismus wie folgt:

Die internationale Woche gegen Rassismus beginnt heute.
Es sind Aktionstage.
Keine Gedenktage.
Sie sollen uns vor allem daran erinnern, aktiv zu sein.

Manche*r mag mutlos geworden sein in diesen Zeiten, in denen in Parlamenten wieder Dinge laut gesagt werden, die bis vor kurzem undenkbar waren. Wenn allerorten Parteien immer wieder und immer weiter nach rechts rücken (es gibt einen Grund für die Gründung unserer Partei mut!) – die Menschenwürde verhandelbar geworden ist…
Überall in Europa gibt es Demonstrationen für Menschenwürde und gegen Hetze und Rassismus mit mehreren Tausenden.
Es ist gut – und dies ist etwas, was Mut macht – dass es in Deutschland keine Demo/Aktion rechter Gruppierungen gibt, die unwidersprochen bleibt. Bei jeder Aktion gibt es Gegendemonstrationen – immer übertreffen die Teilnehmerzahlen, die der Rechten.
Das macht Mut bzw gibt Hoffnung, dass wir als Gesellschaft das #niewieder eben doch verinnerlicht haben und daran arbeiten, dass Geschichte sich nicht wiederholt.

Gegen Rassismus, gegen Diskriminierung aufzustehen, Flagge zu zeigen, bedeutet: No pasaran!

#NAZISRAUS


Internationale Wochen gegen Rassismus auf Wikipedia

Claudia Stamms Profil

Das Programm zu mut

Süddeutsche Zeitung: Auszeichnung für besseres Miteinander


 

Mein Weg zu mut – Arianna

Während des Wahlkampfes konnten Sie/Ihr schon einige Mitglieder von mut kennen lernen, auch die Themensprecher*innen oder die Vorstände von mut sind manchen von Euch schon vertraut.
Wir möchten Euch weitere Mitglieder vorstellen.
Einige sind erst nach der Landtagswahl eingetreten, manche begleiten mut schon länger.
Wir haben sie gefragt, warum sie eingetreten sind, was sie bewegt, was sie für Vorbilder haben, wie die Gesellschaft in 20 Jahren aussehen sollte.
Hier sind ihre Geschichten.
Die Menschen hinter mut:

Arianna Vogel, 24

Ich bin mut-ig geworden, weil ich der Meinung bin, dass sich unbedingt etwas verändern muss. In einer Gemeinschaft kann man immer mehr erreichen, als alleine und da ich mit der gegenwärtigen Politik unzufrieden bin, war für mich klar, dass ich mich einer politischen Partei anschließe.

Ausschlaggebend für mich war der zunehmend harte Umgang mit Geflüchteten und der damit einhergehende Anstieg des rechten Denkens. Ich möchte kein „4.Reich“ erleben müssen. Deutschland hat sich 1973 den Vereinten Nationen angeschlossen und sich damit bereit erklärt, die Menschenrechte anzuerkennen. Diese werden den Schutzsuchenden derzeit abgesprochen.

Hätte ich Einfluss auf die Politik, würde ich die Fluchtursachen bekämpfen und nicht die Menschen. Die Industriestaaten schaffen die Fluchtursachen – nicht die dort Lebenden.
Ich würde auch mehr Geld und verfügbare Mittel in den Bereich „Kinder und Jugendliche“ investieren. Die Kleinsten sind so wichtig und werden gleichzeitig so vernachlässigt. Aktuell ist Kinder haben/bekommen eine Last, sie sollen aber wieder als Bereicherung empfunden werden.

Mich macht mut-ig, dass ich daran glaube, dass Vernunft und Gerechtigkeit über Angst und den Hunger nach „immer mehr“ siegen werden.

Ich habe immer versucht, die Dinge zu tun, die ich für richtig halte, auch wenn ich komisch angeschaut wurde. Mit 11 war ich sieben Jahre lang Vegetarierin, weil ich nicht dafür verantwortlich sein wollte, dass Tiere sterben. Damals war man noch „verrückt“, heute bin ich Veganerin und nur noch ein bisschen verrückt 😉
Ich glaube, Mut zeigt sich nicht unbedingt in einer großen Tat, sondern in vielen kleinen.

Mich beeindrucken alle Menschen, die immer und immer wieder gegen Rassismus aufstehen und sich engagieren. Müsste ich mich auf eine Person festlegen, wäre mein Vorbild Nelson Mandela.

Ich bin Studentin der sozialen Arbeit, in meiner Freizeit mache ich gerne Sport, oder treffe mich mit Freunden. Neben dem Studium arbeite ich als Hausaufgabenbetreuerin.
Seit Juli 2018 bin ich Mitglied in mut und vor kurzem auch Amnesty International beigetreten.

Mir geht es gut, ich habe alles was ich brauche.
Ich wünsche mir das für jeden einzelnen Mensch

[Text auf dem Schild von Arianna: Was ist der unterschied zwischen der Islamisierung des Abendlandes und Klimawandel?  Den Klimawandel gibt es wirklich.]


 

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