Ma-Lu Kunst zum Abschiebeflug nach Afghanistan

Heute soll wieder ein Abschiebeflug nach Afghanistan starten. Unser Vorstands-Mitglied Ma-Lu Kunst hat dazu einige Fragen:

„Gewöhnen wir uns etwa daran?

Es ist so still geworden, um Abschiebeflüge nach Afghanistan. Dabei ist Afghanistan kein bisschen sicherer geworden.

Und gewöhnen wir uns daran, dass heute wieder jemand abgeschoben werden soll, der in Deutschland so gut integriert ist, dass er hier als Christ aufgetreten ist? Mobin M. spielte bei Passionsspielen in der Nähe von Neustadt an der Aisch mit.

Wo man auch hinhört, passieren Abschiebungen ohne Rücksicht auf die Situation der Betroffenen – seien es schwerste Erkrankungen, seien es Schwangerschaften oder das Auseinanderreißen von Eltern und Kindern. Eine Maschinerie, die um jeden Preis Statistiken erfüllen muss und in der sich der oder die einzelne Handelnde nicht mehr verantwortlich fühlt für die Tat. Man handelt im Auftrag, in seinem Beruf, nach dem Gesetz.

Aber wir sind verantwortlich, wenn wir Menschen in Länder abschieben, in denen kriegs- oder bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen. Wir als Staat, aber auch wir als Einzelpersonen.

Wer das nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann, der sollte das auch nicht mehr tun!

Wir, die Partei mut, stellt sich gegen jede Form der Abschiebung. Besonders aber gegen die gewaltsame Abschiebung von psychisch kranken, traumatisierten Menschen. Besonders gegen die Abschiebung in ein Land wie Afghanistan, in das niemand nirgendwohin ohne Gefahr für Leib und Leben geschickt werden kann.“


 

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