Ma-Lu Kunst zum Abschiebeflug nach Afghanistan

Heute soll wieder ein Abschiebeflug nach Afghanistan starten. Unser Vorstands-Mitglied Ma-Lu Kunst hat dazu einige Fragen:

„Gewöhnen wir uns etwa daran?

Es ist so still geworden, um Abschiebeflüge nach Afghanistan. Dabei ist Afghanistan kein bisschen sicherer geworden.

Und gewöhnen wir uns daran, dass heute wieder jemand abgeschoben werden soll, der in Deutschland so gut integriert ist, dass er hier als Christ aufgetreten ist? Mobin M. spielte bei Passionsspielen in der Nähe von Neustadt an der Aisch mit.

Wo man auch hinhört, passieren Abschiebungen ohne Rücksicht auf die Situation der Betroffenen – seien es schwerste Erkrankungen, seien es Schwangerschaften oder das Auseinanderreißen von Eltern und Kindern. Eine Maschinerie, die um jeden Preis Statistiken erfüllen muss und in der sich der oder die einzelne Handelnde nicht mehr verantwortlich fühlt für die Tat. Man handelt im Auftrag, in seinem Beruf, nach dem Gesetz.

Aber wir sind verantwortlich, wenn wir Menschen in Länder abschieben, in denen kriegs- oder bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen. Wir als Staat, aber auch wir als Einzelpersonen.

Wer das nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann, der sollte das auch nicht mehr tun!

Wir, die Partei mut, stellt sich gegen jede Form der Abschiebung. Besonders aber gegen die gewaltsame Abschiebung von psychisch kranken, traumatisierten Menschen. Besonders gegen die Abschiebung in ein Land wie Afghanistan, in das niemand nirgendwohin ohne Gefahr für Leib und Leben geschickt werden kann.“


 

Demonstration: Not safe! Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

In Afghanistan herrscht Krieg. Seit nun fast 40 Jahren. Dies verdeutlicht auch der neu erschienene Lagebericht des Auswärtigen Amtes, sowie zahlreiche Berichte von Menschenrechtsorganisation wie beispielsweise der UN. Anstatt nun die Abschiebungen endlich einzustellen, hat Bundeskanzlerin Merkel nun verlautbaren lassen, dass die Bundesregierung keinen Anlass mehr sieht, um an der seit Mai 2017 bestehenden Beschränkung auf Straftäter, Gefährder und „hartnäckige Identitätstäuscher“ festzuhalten. Stattdessen sollen Abschiebungen in das Krisengebiet wieder stärker forciert werden.


Am 03. Juli findet voraussichtlich der nächste Abschiebeflug nach Afghanistan statt. Wir wollen an dem Tag ein lautes Zeichen unseres Protestes setzen und rufen daher alle dazu auf, sich an der Demo zu beteiligen! Afghanistan ist nicht sicher! Für niemanden!
Wir fordern den sofortigen Stopp aller Abschiebungen!


Weitere Informationen zu den Abschiebungen nach Afghanistan findet ihr hier: https://www.fluechtlingsrat-bayern.de/

Weitere Formen des Protestes, wie zum Beispiel unsere Banneraktion, findet ihr hier: https://afghanistan.not-safe.de/index.php/mitmachen/

Grund zur Freude in Freising: Freisinger setzen sich zusammen mit der Partei mut für Ausbildungsgenehmigungen ein

In Freising beginnen jetzt einige junge Menschen afghanischer Herkunft ihre Ausbildung. Das Engagement und der Einsatz von Aktiven aus Helferkreisen, wie Theresa Schmidt, Kathi Capric sowie von Steffi Eilers von mut hat sich gelohnt. Weiterlesen „Grund zur Freude in Freising: Freisinger setzen sich zusammen mit der Partei mut für Ausbildungsgenehmigungen ein“

Ausstellung „Zukunftsangst Afghanistan“ am 23.06.2017 in Nürnberg

„Zukunftsangst“ Afghanistan heißt eine Ausstellung, die bisher im „Südpunkt“ zu sehen ist und am 23.06. ins „Haus Eckstein“ in Nürnberg wandert. Die Ausstellung thematisiert die alltägliche Angst von geflüchteten jungen Menschen aus Afghanistan. Axel Schweiger, Sprecher für Asyl & Migration bei mut, wird als Redner bei der Ausstellungseröffnung dabei sein.

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