Baukindergeld? Unökologisch und unsozial!

Man muss eigentlich nicht lange nach Argumenten suchen, weshalb die von Union und SPD als sozial- und wohnungspolitische Großtat gefeierte Einführung eines „Baukindergelds“ nicht nur als völlig wirkungslos, wenn nicht sogar kontraproduktiv abzulehnen ist. Nicht nur das, sondern vor allem auch als unsoziale, ungerechte Umverteilungsmaschinerie zu Lasten der sozial schwächeren Schichten. Aber auch genau derer, denen die Maßnahme angeblich zugute kommen soll: den ganz normalen Familien, die sich in Ballungsräumen wie München kaum noch die Miete leisten können. Geschweige denn das Kapital aufbringen, die absurden Immobilienpreise zu bezahlen.
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Aktion am Mariahilfplatz: mut schafft Platz

Wem gehört die Stadt? Wo bleiben die, die sich keinen „exklusiven Wohnkomfort an außergewöhnlichem Ort“ leisten können? Wo die, von deren Gehalt immer weniger bleibt, wenn die Miete gezahlt ist, wo die, die erfolglos nach einer bezahlbaren Wohnung suchen? Wo wohnen die Polizistin, der Bäckereiverkäufer, die Supermarktangestellte?

mut holt sich die Stadt zurück. Nutzen wir den vorhanden Platz, statt öffentlichen Grund an den meistbietenden Investor zu vergeben, dessen Renditeerwartungen nur befriedigt werden können, wenn immer weitere Luxusquartiere geschaffen werden.

Wenn wir nicht handeln, dann bleibt kein Platz mehr für eine lebendige Stadtgesellschaft. Kein Platz für die, die keine Spitzengehälter verdienen oder Vermögen haben, aber die Stadt am Laufen halten.

Noch ist es nicht so weit, noch entstehen keine Favelas am Isarhochufer. Aber wir zeigen schon mal, wie das aussieht – und lassen am

➡️ 08.06.2018 ab 16:00 Uhr bis circa 17:30 Uhr
➡️ am Mariahilfplatz / Gebsattelstraße

eine Favelahütte entstehen. Für musikalische Unterstützung von der spontan gegründeten Band „The Bayernheim“ ist gesorgt.


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